Wartung und Lackvorbereitung

Genau so spannend wie der Titel des Beitrags ist auch sein Inhalt 😉

Macht euch schon mal einen starken Kaffee….


Der Schluckspecht ist mittlerweile komplett demontiert und ist in der ganzen Werkstatt verteilt…..


Der Hilfsantrieb ist montiert. Das scheint soweit gut zu funktionieren. Ob´s im Pullingalltag funktioniert, muss -richtig- der Pullingalltag zeigen.. *gähn*


Alex bereitet die Bauteile auf die Pulverbeschichtung vor. Die Silikonstopfen verhindern das Pulver in die Gewinde eindringt.


Zur Wartung kommt das Differential raus. Das Teil wurde, da bin ich mir recht sicher, ursprünglich nicht für über 7000 1/min Eingangsdrehzahl gebaut….


Das bereitet Sorgen. Späne im Achsöl. Nunja, fairerweise muss ich sagen, dass es nahezu unmöglich war die Achse von dem alten Suzuischmodder zu reinigen. Alles verbabbst. Kann sein dass sich auch noch alter Dreck gelöst hatte…..so hoffe ich zumindest 😉


Also schnell das Diff auseinander und reinigen.

Erleichterung, hier kommt es schon mal nicht her. *huiiii*
An dieser Stelle noch mal ein dickes Dankeschön an Thorsten für die Tipps wie man das Differential standfest bekommt!!!

Schnell….


Da das Teil schon mal fettfrei ist kommt auch direkt Lack drauf. Keine Schleichwerbung, aber das Zeugs ist meiner Meinung nach echt ne Macht und schlägt Hammerite und dergleichen um Längen.


Auch die restliche Achse wird vorbereitet. Sieht noch ziemlich mistig aus, woll?


Hier schon mal zwei Teile für unseren neuen Startwagen. Der wird aktuell grob im CAD gezeichnet damit später auch alles passt.

Was haben wir vergessen? Was haben wir nur vergessen?????

*grübel*

 

Achja, da war ja noch ein großer Motor…wie geht es damit weiter?


Tadaaaa! Der 40 Bar Kompressor ist schon da. Fehlt noch der dicke Druckluftspeicher und ein paar Leitungen, dann könnte man mal einen Starversuch wagen.

Info an den Vorbesitzer des Kompressors: Er läuft super! 😉

Stay tuned!!!

Totaler Hubraumwahnsinn

Als wenn Pulling nicht schon bekloppt genug wäre…nein, es geht noch bescheuerter 😉 😉


VW-Crafter, bekannt aus diversen Beiträgen. Die tief eingetauchte Hinterachse lässt auf ordentliche Beladung schließen….

TROMMELWIRBEL


Wass´n dass´n?

Richtig ein Zwezda M50 V12 Dieselmotor mit satten 63 Liter Hubraum!


Es gibt Dinge die man einfach braucht. So ein Teil gehört definitiv dazu.


Das Ausladen ging dann trotz der „unhandlichen“ Maße doch ganz gut von statten.


„Der Ölt nicht, der markiert sein Revier“


Die Russen sind so cool drauf den Abgas(!)krümmer aus Aluminiumguss zu machen und diesen komplett mit einem Wassermantel zu kühlen. Als Aluminiumgießer kann ich nur sagen:  Supergeil!


Wer findet die zwei auf dem Foto die es kaum erwarten können bis der Motor mal läuft?

Und jetzt kommt die kleine Enttäuschung: Der Motor ist nicht(!) für ein Pullingprojekt gedacht. Nein, wirklich nicht.

Daraus soll sowas entstehen:

Also wenn mal Zeit ist. So einen Motor kauft man wenn er verfügbar ist, nicht wenn man die nötige Zeit hat 😉

Jetzt noch eine bitte:

Wenn jemand Informationen zu dem Motor hat, ne Anleitung, ein Wartungsheft irgendwas: Bitte melden!

Stay tuned!!!

Glänzende Aussichten

Die Frequenz der Beiträge ist aktuell recht gering….einfach weil es nicht so viel spannende Dinge zu berichten gibt. 😉


Das meiste ist schon ab.


Endlich mal eine richtige Ladeluftleitung. Auf den seitlichen Flansch kommt das PopOff. Ihr wisst schon…Rooooooahrr…pziiiischhh…Roooooarh…pziisch…. 😉

Dann ist es endlich so weit, der Motor kommt raus.

[Dokumentarsprecherstimme]
Die Experten nennen das Scheidung
[/Dokumentarsprecherstimme]

Was ein Scheiß 😉 😉

Das schöne ist, dass man das ganze Turbo-Krümmer-Paket komplett abnehmen….


…und einlagern kann 😉

Der Neue Motor wartet schon ungeduldig….


…am alten Motor muss aber erstmal noch ne Menge Geraffel ab.


Hier mal wieder was zum Lachen. Viel Ladedruck heißt auch viel Temperatur der Ladeluft. Die von mir sonst so gelobte Ecumaster Motorsteuerung hat da so ein kleines, aber extrem dämliches Problem:

Die kann nur IAT von bis zu 120°C. Sowas hohles.

Der Sensor zeigt auch ganz ohne Elektrik an das es „etwas“ heißer gewesen sein muss. Um das eigentliche Sensorelement ist ein Schutzkäfig aus Kunststoff…. Also in dem Fall war 😉 😉

Da muss der Pappa mal schwer nachdenken wie man das auf die Reihe bekommt und echte IAT misst.


Die Riefen kommen von der Fertigung, nicht von Dreck. Da ist im Bogen nach der Drosselklappe  nichts von zu finden. Soweit so gut.


Damit kann der Wachwechsel vollzogen werden…. es fehlt nur noch eine Kleinigkeit:


Der Ölrücklauf für den Turbo muss noch in die neue Ölwanne geschweißt werden. Naja, wenn das Probleme sind, dann hätt ich gerne mehr Probleme 😉


Der Ölverteiler nebst Ölfilter…Bin nur ich gespannt was in diesem zu finden ist??

Sooo, Sonnenbrillen raus!

Mit freundlicher Unterstützung von

sind die ersten Teile poliert zurück gekommen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Zusammen mit dem Lack wird das den Specht komplett neu erstrahlen lassen.

Stay tuned!!

Fahr Specht!!! Fahr!!!

Frohes Neues!

Die Hände sind über Sylvester dran geblieben…mehr oder minder wenigstens. Aber das ist ne andere Geschichte. 😉

Da war doch noch was mit einem Anlasser


Dem hier.

Eine Drehmomentstütze, einem Griff und etwas provisorischer(!) Verkabelung später….


…konnte tatsächlich getestet werden. Kurz und knapp: Scheint alles wunderbar zu gehen. Vor allem hat Alex immer noch eine Hand frei um dem Spechtikus mit Sprühreiniger Beine zu machen 😉

Aprospos Beine machen……


…nein, ich habe nicht den Verstand verloren und das Alu ist mir auch nicht ausgegangen. Es handelt sich um ein MockUp der Zusatzeinspritzung um die Position festzulegen.

Derweil baut Alex den rechten Reifen ab und den Außenplaneten auseinander….

…um alles wieder mit einem neuen Teil….


…zu montieren. Auf dem Bohrwerk nistet sich ein Getriebemotor ein:


Was bauen wir da nur was bauen wir da nur??????

Trommelwirbel!!!!

Einen Zusatzantrieb damit wir den Specht nicht ständig schieben müssen 😉 😉


Erstmal nur provisorisch um zu testen ob das „Motörchen“ den Specht auch bewegt.


Und das tut er sehr beeindruckend. Hätt ich nicht gedacht.

Damit kann der Antrieb auch richtig konstruiert werden. Immerhin muss der Motor ganz easy innerhalb von Sekunden abgebaut werden können. Wir werden sehen.

Anderes Thema….


…unsere Bruchstelle (das „Soll“ lass ich mal weg 😉 ) in der Ladeluftverrohrung. Der ganze Shice kommt weg. Damit der Lader nicht gegen eine Wand fährt wenn die Drosselklappe schließt brauchen wir noch ein PopOff.

Ihr wisst schon, diese Dinger hier.

Also flugs in der elektronischen Bucht eins aus dem Reich der Mitte bestellt…


…und natürlich demontiert.

Normalerweise werden die Dinger von einer schwachen Feder und dem Druck hinter(!) der Drosselklappe zu gehalten. Schließt die Drosselklappe abrupt, so zieht der entstehende Unterdruck das PopOff auf. Soweit so gut.

Stellt der Motor jetzt aber schlagartig ab ohne das die Drosselklappe schließt—>Kacke.

Im Zuge der Simplifizierung (warum ist das Wort so kompliziert? 😉 ) soll nur die Feder zu halten.

Ratet mal!  Richtig, die ist viel zu schwach.

Also flugs zwei Ventilfedern ausm VR6 genommen, Mathetik gemacht und dann so lange abgeschliffen das das passt:


Wer bei dem Dingen die letzte Schraube rausdreht tut mir jetzt schon leid 😉

Tja, jetzt heißt es Abschied nehmen vom alten Spechtdesign! *schnüff*

Alles kommt auseinander!

Als erstes fliegt die Elektrik runter


Kiste leer


Kiste halb voll


…Kiste ganz voll. 😉


Noch alles an Ort und Stelle.


Aber nicht mehr lange.

Damit das:


Nicht mehr passiert, muss dass:


Zu gemacht werden mit dem:


Gähn…… 😉

Damit endet nun auch ganz unerwartet dieser Beitrag.

Stay tuned!!!!

 

Planetengulasch zum Jahresende

Sodale….der definitiv letzte Beitrag für dieses Jahr….

Nach soviel Besinnlichkeit, Fressen und Saufen muss mal was produktives gemacht werden:


Die Listen (Jaja, Kontrollfreak 😉 ) und Zeichnungen liegen bereit.


Das Christkind Uwe hat uns eine Magnetfolie für unseren Transporter da gelassen. Danke dafür!


Und der Specht hat seine Parkposition auch erreicht und die Anschnallzeichen sind auch erloschen.


Die Beschriftung muss leider weichen…


… damit Alex den Kotflügel richten und verstärken kann.


Alles noch mal verschweißen, hier und da ein wenig drauf modellieren. Der Specht soll sich ja vom hässlichen Vogel in einen schönen Schwan verwandeln. Ein richtig bitterböser Schwanizeraptor…*harharhar*


Derweil wird an den Serienanlasser ein Planetengetriebe angeflanscht. Ich habe bitterböse Anrufe von Alex seinem Rückendoktor bekommen…daher muss das alles leichter….. 😉

Jetzt bitte bereit machen, es wird gleich dämlich…..


Noch glänzt das Teil im dezemberlichen Sonnenschein….

Es kam mir eh schon komisch vor…alles lief wie geschnitten Brot, alles funktionierte und passte einfach zu gut.


Fertig zum Testen.

Testen deshalb, weil Stefan die Übersetzung von Ritzel auf Zahnkranz beim Serienmotor einfach mal auf 1:25 geschätzt, ein entsprechendes Getriebe besorgt hat und damit total daneben lag. Original ist nämlich 1:13.
Der Anlasser drehte…sagen wir mal…gemächlich. Ob das reicht?

Das war jetzt noch nicht die dämliche Stelle, die kommt noch 😉


Hier noch mal der Vergleich. Vorne handlich und leicht, hinten…..NAJA…zumindest kraftvoll.

Also Strom auf den Specht, Leerlauf rein und Starter vor. Etwas Sprühreiniger in den Turbo und los.

Geil…geht super… Mit einer Hand zu halten, dreht den Motor sauber durch und nach ein paar Umdrehungen war er an….. *huiii*

Gleich noch mal testen….Geht ja echt! SUPER!!!!

Und noch einmal……Ein lautes Krachen im Planetengetriebe! SUPER….Scheiße!!!

So hört sich das also an wenn mehrere Stunden Arbeit im Arsch sind…Cool!

Und so sieht es aus:


Tja, was war passiert?


Die Passfeder und die 16er Welle hat es total zergnoddert….


Die Zahnräder auch…. *grml*

Wie komm ich auch auf die Idee so ein Pisselgetriebe zu verwenden? Was ist los? Über die Feiertage dumm geworden? Ahhhhh….

Rumms Bumms:


Als hätte ich es geahnt: Fettes Getriebe in 1:15


Der Test steht noch aus. Der Tag war einfach zu kurz. 😉


Während ich nichts besseres zu tuen hatte als Getriebe zu frittieren, hat Alex eine Führung für den Gurt gebaut. Damit sollte der nicht überall in der Gegend rumfliegen und auch nicht mehr so leicht von den Schultern rutschen!

Eine Sache musste 2018 aber noch geklärt werden:

Wie sieht es in den Aussenplaneten aus?

Und da kann man nur sagen: Super geil! Kein unnormaler Verschleiß trotz ungehärtetem Sonnenrad. Tja, kann ich doch Planetengetriebe 😉 😉

Mit diesem Knüller wünscht das Team Schluckspecht einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Und nicht vergessen: Nur zugelassenes Feuerwerk ist gutes Feuerwerk!!!!

Stay tuned!!!!!

Weihnachtsplanungen

So, alle Jahre wieder steht das Fest der Liebe vor der Tür! In der turbulenten Vorweihnachtszeit ist nicht so viel am Specht passiert. Genau genommen gar nichts. 😉

Dafür gehen die Planungen gut voran:


Ein neues Bremspedal. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen zwei Gussteile einzusetzen…. 😉


Auch das Kupplungspedal wird neu gemacht. Wer in Schlechtenwegen dabei war, wird wissen warum…*grml*

Mehr Sprit muss in den Motor! Vermutlich werden die neuen Nockenwellen deutlich mehr Luft in die Zylinder lassen. Damit die „normalen“ Düsen da noch mitkommen bekommt die Ladeluft direkt ne Portion Alk verpasst….zumindest bei hohen Drehzahlen und Drücken.


Damit stehen dann 8x 2200ml/min zur Verfügung. Wenn das alles verbrennt wird’s richtig böse 😉 😉

Neben dem Schluckspecht gibt es aber noch ein anderes Wahnsinnsprojekt. Das läuft zwar nur nebenbei, hat aber Potential richtig cool zu werden……


Dieses Lehrstück an Drehfertigkeit gehört zu besagtem Projekt… 😉

Mehr verrate ich noch nicht…..*harharhar*

Bleibt nur noch eine wichtige Sache:

Allen Gardenpullern, Pullingverrückten, Fans, Unterstützern und natürlich der DTTO wünscht das Team Schluckspecht ein besinnliches Weihnachtsfest!

(Das mit dem guten Rutsch lasse ich noch mal weg. Eventuell finden wir vorher noch Zeit um am Specht zu schrauben 😉 )

Achja, 3 Pakete erreichten mich:

Dazu sage ich erstmal nichts 😉 😉

Stay tuned!!!!

MoDerNiStäBre fertig!

Vor Weihnachten sollte der Motor noch fertig werden. Check…..

Also fangen wir mal an:


Mit dem hoch spezialisierten Stücksken Stahl (wir berichteten) und ner Menge Pfuschband wurde der Abstand vom Ventil zum Nockengrundkreis ermittelt.


Die Tassenstößel wurden sodann beschriftet. Ordnung muss sein!


Messen der Höhe mit eingebautem Distanzstück. Wieder einmal zeigte sich das man die Sinne beieinander haben sollte. 😉

Bei einigen Stößeln ging das Distanzstück nicht komplett über den Stift. *grml* Also nacharbeiten.


In Reih und Glied fertig….


…zum Schleifen.


Ventilspiel soll später mal 0,2mm sein. Ich habs erstmal auf 0,1-0,15mm geschliffen. Vermutlich wird sich der Ventiltrieb noch ein wenig einarbeiten. Außerdem ist wegschleifen viel einfacher als draufschleifen 😉

Parallel dazu…..


…gings auch am Block weiter. Muttern wieder runter.


Mit reichlich ARP Schraubenflutschi einstreichen….


… und in 3 gleichmäßigen Schritten anziehen. So simpel, so langweilig 😉


Das gleiche Spiel bei den Pleuels.


Schrauben—> fest!


Alex flanscht die nagelneue Ölpumpe an. Ich bin ja echt mal gespannt wie viel Druck die bringt.


Die Dichtflächen werden sauber gekratzt, mit Dichtmittel bestrichen und dann mit dem Flansch verschraubt. *gähn*


Höchste Zeit den Kopf zu komplettieren.

Tassen rein, Nockenwelle drüber, Ferrrtisch. (Gibt’s auch von Maggi  😉 )


Das ganze alte Geraffel an Steuerketten, Gleitschienen etc. ist direkt mal raus geflogen. Hier die neuen Teile.


Eine erste Anprobe.

Reifliche Überlegungen führten zu der Einsicht, dass es schlauer ist erst den Kopf zu montieren.


Der geneigte Leser hat es sicherlich sofort gemerkt: Die noch fehlenden Kolben sind mittlerweile auch drin. Dazu gibt es keine Bilder

Nur soviel: WAS EIN SCHEISS!

Direkt noch zwei Ölabstreifringe zerstört. Wie kann man die Dinger nur aus so einem drecksbrüchigem Material machen? Naja, jetzt haben sie ja verloren.


Stehbolzen aus dem Hause ARP.


Die dünnste verfügbare Metalldichtung. Wir brauchen Verdichtung bis es quietscht 😉


Der Einbau erfolgt bei Zylinder 1 auf OT. Aus diesem Grunde wird das Nockenwellenlineal eingesetzt.


Wieder reichlich Schmiergedöns an Schrauben und Muttern…


…und dann in der richtigen Reihenfolge auf 110Nm anziehen. Das ist ein ganz schöner Bumms. Meine Fresse. Die serienmäßigen Schrauben fangen da längst an zu fließen, zumal die ARP Muttern eine geringere Steigung haben. Da kommt Vorspannung zusammen 😉 😉


Dann kanns auch schon mit dem Nockenwellenantrieb weiter gehen. Der Reparaturleitfaden ist hier mal wieder Gold wert.


Deckel drauf.


Um wirklich sicher zu sein das auch alles passt: Ventilspiel prüfen!

Ventildeckel drauf.


Ölwanne drunter.


Einfach schön wie er da so steht. Also ich für meinen Teil bin gespannt wie ein Flitzebogen was das Teil in seinem zweiten Leben so zu Leisten vermag 😉

Wie geht’s jetzt weiter? Der Specht wird demontiert und zum lackieren vorbereitet. Es bleibt also spannend…..

Stay tuned!!!!

Arbeiten mit Köpfchen!

Der Winter naht…es beginnt die besinnliche Zeit…..genau richtig um den Motor zusammen zu bauen. 😉

So beginnt es nun.

Die letzten Tage reiften die Bedenken über den Zwickelverschleiß im Zylinder zu echten Sorgen. Mal angenommen der Motor hätte nie die Sporen bekommen und die neuen Pleuel sind auch nur minimalst länger als die alten. Wenn wir den dann wirklich bis Ultimo drehen lassen und die Kolbenringe nur ein paar Zehntel höher kommen als im ersten Leben des Motors—-> Alles Schrott!

Also: Geradeschleifer


Feine Schmirgelrolle drauf…

…und vorsichtig die Kante weggeschliffen. Aber wirklich nur die Kante.

Da können die Kolbenringe im falle des Falles ganz geschmeidig drüber gleiten.

Damit ist die Bearbeitung des Blocks abgeschlossen. Es geht an den Zusammenbau!


Alles reinigen……


….reinigen, reinigen…..


…damit die Hauptlager schön Platz nehmen können.


ARP Stehbolzen. Arschteuer aber millionenfach bewährt.

„Die Kurbelwelle…..sie alles zu knechten…“ oder so…..

Schön! Anlaufscheiben nicht vergessen 😉

Damit wird es zum ersten mal an diesem Tag total dämlich. Kontrollfreak Stefan hat an alles gedacht, natürlich nicht daran das Spezialschrauben auch Spezialwerkzeug brauchen…..*grml*
Also erstmal nur handfest anziehen damit wir weiter machen können.


Alex ärgert sich mit den Clips der Kolbenbolzen rum. Die Dinger sind echt shice rein zu fummeln…

In zahlreichen Internetforen (die Wissensquelle *roflzeraptor* schlechthin) wird immer wieder geschrieben das einige Stahlpleuel nicht durch die 81mm Kolbenbohrung passen.

Also testen….

Shit, passt nicht….

Die Erleichterung stellte sich dann doch sehr schnell ein. Das montierte Pleuel passt nicht. Ohne den Pleuellagerdeckel geht es. Puuhhhhhh 😉


Also fleißig weiter montieren.


Die Bohrungen werden nochmal -richtig- gereinigt.


Und schwups ist der erste Kolben drin. Ganz einfach……DENKSTE!

Die Kolbenringe werden mit dem  Spannband zusammen gezogen und der Kolben dann mit leichten Schlägen  in den Zylinder getrieben.


Zack. Der Ölabstreifring ist im Arsch! Kacke am Stock!

Nachdem der Ärger verraucht war weiter zum nächsten Kolben:

Zack. Der zweite Ölabstreifring im Arsch! Kacke am Stock ins Quadrat gesetzt.

Jaja, ein Kolbenspannband funktioniert nicht bei schrägen Zylinderbohrungen….Jaja…..


Also werden die Mistdinger von Hand eingesetzt.


Stückchen für Stückchen eintreiben. Immer wieder die Kolbenringe mit der Hand eindrücken und es geht.


Fertig! Zumindest bis auf die beiden kaputten Kolben.

Sieht gut aus, oder? Naaaaa…..wer sieht es?

Alle Kolben sind verkehrt herum eingebaut!

Kacke am Stock!

Ich hasse es! Alles wieder raus und von vorne! Scheiße!


So gesehen hab ich diesen Tag 8 Kolben eingebaut und zwei Zylinder sind immer noch leer. Das musste bei einem 6 Zylinder erstmal schaffen……. 😉

Themenwechesel:

Kopfmontage


Alle Ventile rein.


Ordentliche, neue Federn rein…..


..und der Chinafederspanner ist auch wieder am Start. 😉


Nachteil der Tassenstößel: Es geht echt fummelig zu beim Einbau der Ventilkeile. Mit etwas fluchen geht aber auch das. 😉


Nur wie jetzt das Ventilspiel festlegen? Zur Erinnerung: Die Hydros fliegen raus, nix automatischer Ventilspielausgleich.

Denk, denk denk, grübel, grübel, grübel…


Wenn nach soviel Denkerei sowas bei rum kommt, dann ist es nicht einfach ein Stücksken Stahl mit Draht dran, sondern ein Hyperventilspieleinstellwerkzeug.


Die Funktion ist so einfach wie genial…..also eigentlich nur einfach. 😉

Das Stücksken Stahl ist etwas kürzer als die Distanz von Ventil zu Nockengrundkreis. Mit Fühlerlehrenband (vulg. Pfuschband) kann man jetzt genau den Abstand herausfinden. Manchmal schäme ich mich dafür das ich für solche Lösungen echt lange nachdenken muss. 😉 😉

Damit ist dann auch der Höhepunkt im Spannungsbogen dieses Beitrages erreicht.


Der zerdepperte Ölnebelabscheider mit Cyanacrylatkleber gefügt. (Mit Sekundenkleber zusammen gebappt 😉 😉 )


Alublech anreißen und ausschnippeln.


Geiles Duplikat! Aufwändige Strömungssimulationen ergaben genau dieses Design….

Oder stand ne Schukosteckdose Pate? Wer weiß?

Achja, man kann auch Polyamid sandstrahlen.


Und schon eingeklebt.

Zeitsprung.


Eine neue Dichtung muss rein.


Und schon ist der Ventildeckel wieder einbaufertig.

Zum Ausklingen des Beitrags:


Ölwanne in RAL9005.

Stay tuned!!!

Schwarzarbeit

Nachdem Kevin uns netterweise auf Pullingworld bekannt gemacht hat, haben wir mit dem Beitragsthema auch die volle Aufmerksamkeit des Finanzamtes und des Zolls. 😉

Bringt nur nichts….hier geht’s nicht(!) ums „steueroptimierte“ Arbeiten….

….sondern um richtig gimmeligen, schwarzen Dreck.


Soviel Kohle…. das muss weg. Also ordentlich aufrüsten:


Jede Menge Antidreck 😉 Mit etwas Mühe und einem Kleinteilereiniger…


…ein ganz geiles Ergebnis…


Alex baut derweil die Kolben auseinander und säubert, säubert säubert….

Dann geht’s dem Block an den Kragen


Der steht traurig in der Ecke rum, noch ganz staubig vom Schleifen…

Uuuups…. richtig, der Kopf wurde geplant. Schande über mein Haupt, es gibt keine Bilder. 0,1mm und er war plan. Bild nicht nötig.

Vor dem Säubern muss aber noch mal Dreck gemacht werden… 😉


Mit diesem hoch spezialisierten Werkzeug *rofl* sollen die Zylinder gehont *roflzeraptor* werden…. Na sagen wir mal so, wir machen Kratzer auf die Laufbahn damit das Öl besser hält. 😉


Honöl aus der blauen Dose…


Man beachte den Zwickelverschleiß. (Bis vor ein paar Tagen wusste ich nicht mal was das ist) Normalerweise müsste man den Block bohren. Da beim Pulling aber nichts normal ist—> Nö 😉

Da ja auch die original Kolben mit den original Ringen wieder reinkommen wird’s wohl gehen.


Einmal sauber bitte!

„Auf einen groben Klotz….


….gehört ein grober Keil!“


Stellenweise doch recht mitgenommen.


Nach einiger Zeit kann man mit dem Ergebnis dann doch sehr zufrieden sein. Besonders weil man weiß das bei Methanol als Sprit und ständigen Ölwechseln kein Dreck im Motor entsteht.


Schnell noch die M11 (klar, hat man immer da) von den Kopfschrauben nachgeschnitten. Dann kann man die Stehbolzen später problemlos einschrauben.

Letzte Saison hatte der Motor unter „Volldruck“ ein klitzekleines bisschen Ölverlust. Auf obigem Foto erkennt man ganz oben die Ölbohrung die den Kopf mit dem Block verbindet. Da hats auch das Öl rausgehauen.

Die Kassners haben uns dann empfohlen ein Röhrchen einzusetzen. Wenn der Kopf mal ein wenig abhebt, bleibt trotzdem alles dicht. Dafür war dann doch etwas wenig Platz. So war die nächste Überlegung einen O-Ring mit dicker Schnur zu verwenden. In einer entsprechenden Senkung könnte der mehrere Zehntel Spalt ausgleichen.


Dann mal die neue Kopfdichtung zu Rate gezogen und entschieden: Der Kopf hebt einfach nicht mehr ab. Basta 😉

Die neuen Stehbolzen sollen eigentlich alles an Ort und Stelle halten.


Schwarzarbeit die zweite. Der Bereich an dem der Motorhalter sitzt wurde vorab gepinselt.

Weiter geht’s an den Kolben. Und wieder wird es professionell 😉

Es besteht die Sorge, dass die Kolben durch die dünnere Kopfdichtung am Kopf anschlagen können. Das das zu Gulasch führt brauch ich nicht erwähnen. Also ein paar zehntel runter.

Jetzt könnte man eine Schleifvorrichtung bauen und einen riesen Aufriss veranstalten… aber nö!


Leicht einspannen….


… mit der Bügelsäge Tiefenmarkierungen sägen….


… und am Bandschleifer bis zu diesen schleifen.


Tadaaaaaaa…. 😉


Alex ist immer noch am säubern, säubern, säubern…

Besonders geil: Der Ventildeckel.


Zwar ein Bild der verschwommenen Art, aber man kann wohl deutlich sehen was da ein Schmodder drin ist.


Die Gummidichtung ist (Zitat) „am knistern“ 😉

An der Stelle mal ein Lob auf das Internet! Flugs vor den Rechner gesetzt, in der elektronischen Bucht vorbei geguckt und geschrien: „Alex, kannste rausreißen, hab ne neue bestellt!“

Geil, oder? Früher hätte man dafür kilometerweit zu irgendeinem Teileaugust fahren müssen….

So sieht das aus wenn man 1000 Volt in den Armen hat aber die Birne im Kopf trotzdem nicht leuchtet:


Alex meinte das das Teil bricht….
Stefan nahm den Hammer und es brach… 😉

Naja, so kommen wir wenigstens an den Gimmel in der Gehäuseentlüftung. Mal sehen, ich denke es wird später einfach ein Alublech eingesetzt.


Die Ölwanne war auch so ein Trauerspiel. Da hat wohl Mister Pfusch persönlich geschraubt. Anstatt ein paar Euro für ne neue Dichtung auszugeben…..

„Silikon macht das schon, wenns mit Silikon nichts wird, wird’s mit Acryl verschmiert“

Messer, Drahtzopfbürste und Sandstrahlen….


Fertig zum Pulverbeschichten.


Schwarzarbeit die dritte…

Ventile einschleifen!


Erste zaghafte Versuche…


…brachten schon recht brauchbare Ergebnisse.

Da Faulheit die Triebfeder fast jeder Innovation ist, wurde das Verfahren etwas beschleunigt.


Dieser graue Knubbel im Bohrfutter wandelt die Drehbewegung in eine HinundHerbewegung am Saugnapf um…..coole Sache.


Das sieht doch echt mal cool aus…..

Sascha Mecking hatte mir mehrfach gesagt: „Mach das Stoßspiel der Kolbenringe groß!“

Ok, mach ich 😉


1mm soll weg…


…und kommt weg.


Dann können die Kolben auch wieder zusammen gesetzt werden.


Einfach schön 😉

Zum langsamen Ausklingen dieses Beitrags:


Kurbelwelle.

Stay tuned!!!!

Ventilschliff in 3 Akten

Zeit um neben der thermischen Stabilität der Ventile auch noch die mechanische zu schwächen. 😉
Leicht, leichter, mechanischer Ventiltrieb. Die Tassenstößel von FCP sind schon da. Außerdem noch merkwürdige Schleifscheiben?!?!?!

Richtig, der Wahnsinn geht weiter. 😉

Ventilschleifen Akt 1


Mittels dieser sinnreichen Anordnung soll eine Mulde von unten in die Ventile geschliffen werden.


Dabei wird die Schleifbewegung mit Drehbewegung der Ventile überlagert. Klingt einfach, ist es auch…..oder???? Warten wir´s ab.


Eine Zwischenbilanz. Etwas warm……


Vorher


Nachher. Über 9% weniger am Einlassventil.

Was so einfach klingt……


…ist dann doch wieder etwas komplexer. *grml*

Der Geradeschleifer kocht ab. Gefühlt hatte der nach ein paar Ventilen um die 100°C. Der schlaue Ingenieur packt darum kiloweise Trockeneis mit -78°C drauf.

100°C-78°C macht 22°C. Das ist nicht nur Zimmertemperatur sondern auch total SCHLAU!!! 😉

Zack…… Schleifer im Arsch…. Lager fest. Das wahr wohl auch der Grund für die abnormale Erwärmung…..

Also erstmal was anderes machen:


Ölwanne ab und Kolben raus.


Auch hier: Ordnung halten!


Die Kolbenringe passten zum Rest des Motors: Gammel und Schmodder!


Zylinder alle leer!

Ventilschleifen Akt 2

Mit den neuen Lagern im Schleifer waren die Einlassventile ruck zuck fertig geschliffen. Auf geht’s an die Auslassventile. Die sind auch viel zu schwer 😉

Der Aufbau ist bekannt. Dieses mal direkt mit Kühlung….schlau ist schlau….


Was ein Scheiß! Die Auslassventile sind aus warmfestem Stahl. Irgend so ein Chrom-Mangan-Nickel-Wahnsinnswerkstoff….. ÄTZEND!

Mal so kurz zusammen gefasst:

Die Dinger sind so zäh zu schleifen, dass sich erstmal gar nichts tut. Werden die Ventile dann richtig heiß beginnt auf einmal der Materialabtrag. Nur Glühen sollten die Ventile auch wieder nicht. Die Schleifscheibe findet diese Temperaturorgie auch nur so mittelgut—> Knallepeng, fliegt eine nach der anderen auseinander. *grml*


Auch nur so eine semioptimale Lösung. Macht aber alles nichts….

…. der Geradeschleifer ist nach zwei Ventilen…naaaa…was? Richtig, im Arsch!

Diesmal kam die Elektronik wohl nicht mit dem Trockeneis klar. (Irgendwie kribbelte auch der ganze Maschinentisch beim Anpacken, keine Ahnung 😉 )

Erst mal was anderes machen:


Mit so einer Kolbenringzange geht das mit den Kolbenringen echt gut 😉 Ganz ohne Brechen oder so.


Wieder Ordnung!


Der Frost verrät es: Trockeneisgestrahlt 😉

Ventilschleifen Akt 3

Nachdem Alex den Schleifer wieder hin bekommen hat musste die scheiß Ventile endlich fertig werden. Sowas lässt mir dann keine Ruhe!


Bekanntes Setup


Schleifscheibenabrichter


Schruppwerkzeug

Um Schleifscheiben und Schleifer zu entlasten wurde nach Augenmaß mit dem Hartmetallfrässtift vorgearbeitet…..


…und nur noch der Rest geschliffen.

FERTIG!!!!!


Endlich…..Schnauze gestrichen voll….


Nur was hat es gebracht?


Vorher


Nachher. Ich denke das hat sich gelohnt….rede ich mir zumindest ein 😉

So viel Aufregung! Daher:


Seitlicher Halter für den Motorständer. Das zieht einen wieder runter 😉

Stay tuned!!!!!

 

 

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