Saisonfazit 2018

Nachdem sich die Strapazen von 3 Wochenenden Pulling hintereinander langsam gelegt haben, ist es an der Zeit mal ein etwas ausführlicheres Fazit unserer ersten Saison zu ziehen.

Fangen wir direkt mal mit denen an die den ganzen Wahnsinn schon länger machen: Den Gardenpullern. Eine ausgesprochen nette und hilfsbereite Truppe. Wirklich Topp!

Ende April 2017 stand ich Freitags Abends mit meiner (damals noch) Freundin in Füchtorf im Lager der Gardenpuller und hab diverse Gespräche über den Einstieg ins Pulling geführt. Dadurch angefixt ging es zu Hause an die weitere Informationsbeschaffung. Um es an dieser Stelle noch mal ausdrücklich zu sagen: Ohne die super Hilfe und die Antworten auf die unzählig gestellten Fragen wäre ein Einstieg schwer bis unmöglich gewesen! Danke dafür!!!

Alleine einen Traktor zu bauen ist nicht nur ungleich schwerer, sondern auch viel langweiliger 😉 😉

Ein Team musste her. Also flugs die Jungs aus unserem Werkzeugbau gefragt. Die anfängliche Begeisterung verflog dann bei den meisten doch recht schnell wieder. So sind nur Alex und meiner Einer übrig geblieben. Ein schlagkräftiges 2-Mann-Team wie ich finde. Und beides Schluckspechte mit Leib und Seele *hüstel*

Wenn ich mich in ein Thema richtig verbissen habe, dann geht mir das auch nicht mehr aus dem Kopf. So war das Grundgerüst des Spechtes schnell durchdacht. Um mal ein wenig vorzugreifen:

Es ist soweit auch voll aufgegangen. 😉

Eine lange bis langwierige Shoppingtour wurde absolviert. Was man alles an Teilen „braucht“. Irre…..

Dann begann der zum Teil echt ätzende und langatmige Teil: Die Konstruktion. Hier und da mal ein paar Teile zum Digitalisieren vorbereiten, ansonsten nur hunderte Stunden vorm Rechner sitzen…..Naja, wenigstens entstehen Bilder ( In Farbe uuuund buuunt!)

Schaut ins Archiv und ihr werdet feststellen, dass ziemlich genau vor einem Jahr endlich mit dem Bau des Schleppers angefangen wurde. Also so richtig, mit Spänen, Schweißen, allem Zipp und Zapp 😉

Durch den engen Kontakt mit der DTTO konnten alle Fragen zum Reglement rasch geklärt werden und der Bau schritt zügig voran. Musste er auch, Füchtorf würde sicher nicht wegen eines Schluckspechtes verschoben werden. 😉

Der genaue zeitliche Ablauf der Fertigstellung kann eingesehen werden und ist daher nicht Teil dieser Abhandlung. Es wurde Arschknapp….. Unter Druck entstehen Diamanten oder so…..

Apropos „kann hier eingesehen werden“: Von Anfang an sollte der Bau im Internet dokumentiert werden. Wie mir von dutzenden Leuten -ja mittlerweile Fans- zugetragen wurde, war auch das nicht die schlechteste Idee. Neee, im Ernst jetzt:

Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen auf diese Internetpräsenz!!!

Aber warum mach ich das ganze? Ist ja schließlich ne Menge Arbeit die man mit Anrühren von Kompression oder Spannen der Kolbenrückholfedern besser verbringen könnte. *rofl*

„Was du willst was man dir tu, das füge auch anderen zu.“ Ist hier der verquirlte Spruch der Wahl. 😉

Ich wünschte mir viel mehr Infos über Pulling im allgemeinen und Gardenpulling im speziellen im Internet zu finden. Da ist nämlich bis auf ein paar Facebookseiten mit ein paar Bildchen oder den Videos auf Youtube ganz schnell Sendepause.

Ein Sport lebt immer vom Nachwuchs. Wir waren auch mal Nachwuchs, sind es quasi immer noch. Nur wie soll man den generieren ohne Interesse zu wecken und einen Startpunkt zu schaffen? Tanzen im Kreis und Klatschen ist da keine Lösung. 😉 Die Hilfestellung der Gardenpuller ist mehr als vorbildlich, nur wie viele Interessenten kommen zu den Pullern und kauen ihnen ein Ohr ab? Wie oft sollen die gleichen Dinge erzählt werden?

Daher diese Seite! Ist denke ich verstanden, oder? 😉

Wo waren wir? Fertigstellung des Schluckspechtes……
…ok….. Fertig! Huiii!

Also auf zur unserer allerersten Veranstaltung nach Füchtorf. Der Bericht dazu steht…ach was muss ich noch sagen? 😉 😉

Bleiben wir beim Fazit vom großen Ganzen. Nach Füchtorf war klar das der Schlepper gar nicht lief. Im Nachhinein bin ich so erleichtert die Ecumaster als Motorsteuerung verwendet zu haben und -trotz skeptischer Blicke- den Laptop spazieren zu fahren. Ihr glaubt es nicht was die Logfunktion ein Segen ist! (Wir berichteten…auch des öfteren 😉 )
Da ohne würden wir immer noch wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg stehen und hätte nicht einen ordentlichen Zug gemacht.

So konnten wir bereits auf der zweiten Veranstaltung in Viersen zeigen was so im Specht steckt. Die Zylinderkopfdichtung jedenfalls nicht mehr *roflzeraptor*

Aber hey…..bis auf die Kopfdichtung und etwas angeschröggelte Kabel nach Schlechtenwegen sind über 5 Veranstaltungen keine Defekte zu beklagen. Das spricht doch mal für sich.

Ob das Konzept mit dem aufgeblasenen Alky VR6 ein großer Wurf war? Aber 100%tig!

Nein, sicher nicht weil wir allen anderen davon gefahren wären. Aber das Konstrukt habe ich(!) nicht kaputt bekommen. Mit Parametern die viele -mich eingeschlossen- einem Serien(!)Motor nicht zugetraut hätten.

Wir haben also noch viel(!) Luft nach oben 😉 😉 😉

Tja, was soll ich noch länger monologisieren….. es ist zwar kein Schaden zu beklagen, dennoch haben wir viel gelernt und da sind dann doch einige Punkte aufgelaufen die für die nächste Saison abgearbeitet werden:

  • neuer Starter, das Riesenteil kommt ins Rückenkundemuseum–> als schlechtes Beispiel 😉
  • neuer Startwagen. Die Nummer mit dem Bollerwagen ist so „semiprofessionell“
  • neue Bremszylinder und Kupplungszylinder (Scheiß Chinamüll!!)
  • Lack
  • neue Hinterradübersetzung vorbereiten damit man sie im Bedarfsfall schnell wechseln kann.
  • Leistungsprüfstand fertig stellen
  • Motor stärker 😉
  • und viele Kleinigkeiten, inklusive Pulling“nebensächlichkeiten“ zum Spass an der Freude

Der vorletzte Punkt wird wohl das Hauptthema sein. Dieses ständige Brennen und Qualmen ist dann doch nicht der Weisheit letzter Schluss. 😉

Nach so viel Text (alles verschwimmt vor den Augen…..) hier mal ein paar Bilderchen was gesehen ist. Der Specht ist erstmal in die Ecke gewandert um Platz zu machen für….


…einen „neuen“ gebrauchten VR6 Motor. Die Idee ist eine Bestandsaufnahme zu machen und dann zu entscheiden welcher Motor vom Grund neu aufgebaut wird.

Das ganze Geraffel……


….kommt ab um….


…einen abgespeckten aber total versifften Block vor sich zu haben.

Wer von Anfang an dabei ist, der weiß was jetzt kommt….


…Trockeneisstrahlen!!!

Ein Verfahren wie gemacht zum Reinigen von Motoren. Schonend, effektiv, umweltfreundlich!

Es gibt da aber so einen kleinen Nachteil…..


….der nicht so ganz vom Gesicht zu wischen…äähh.. von der Hand zu weisen ist:

Man sieht danach aus wie ein Schwein. Und dreckig ist man auch noch! 😉


Ein kleiner Teil der neuen Komponenten für das Unterprojekt „MODERNISTÄBRE“ (Motor der nicht ständig brennt) ist bereits eingetroffen….

Stay tuned!!!!!

 

 

 

Videos Schlechtenwegen 2018

Dank Carola und Denise Kassner hier die Videos zum feurigen Auftritt in Schlechtenwegen. 😉

Vorlauf 1

Vorlauf 2

Stechen

Man sieht deutlich das der Specht vorne noch zu schwer ist und nicht genug Gewicht auf die Hinterachse kommt. Und das obwohl wir bei der Fahrt schon Öl verbrennen 😉

Deshalb kommen vorne jetzt auch leichtere, mechanische Stößel in den Ventiltrieb—-> Zur Gewichtsreduktion 😉

Wenn mich meine Glubbscherchen nicht täuschen, beendet die „Explosion im Motor“ den Zug im Stechen, nicht der Bremswagen. Augenscheinlich verbrennen wir da sehr viel Motoröl mit. Das Zeugs hat eine Oktanzahl von nahe Nix. Eventuell eine Selbstzündung?!?!? Wer weiß, wer weiß….

Stay tuned!!!

Schlechtenwegen 2018 – Die halbverrückten Schluckspechte

Da ist sie auch schon wieder um, die Pullingsaison 2018. Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass unsere erste Saison unsere bisher beste war 😉

Zum Ende haben wir wieder alles gegeben:


Copyright der Fotos: pullingpics.de, Stephan Görtz
Vielen Dank für die spektakulären Aufnahmen!

Natürlich erst mal der Reihe nach. 😉

Nachdem Alex und Ich die Startreihenfolge bekommen hatten und die 600er Klassen erst Nachmittags an den Haken sollten, entschieden wir uns erst am Samstag Morgen anzureisen.
Das angesagte Wetter für Sonntag hat dann Freitag Abend alles durcheinander gewirbelt. Startklassen wurden getauscht….Reihenfolgen geändert….

Mit einem leicht mulmigen Gefühl traten wir die 3 Stunden nach Schlechtenwegen an. Würden wir rechtzeitig da sein?

Am Gelände angekommen kam dann schnell die Beruhigung. Die 600kg Klassen waren immer noch für Nachmittags eingeplant.

Also schnell allen Gardenpullern guten Tag gesagt und den Specht abgeladen. Testlauf, Technische Abnahme…alles easy.

Mit der letzten Veranstaltung beginnt traditionell das große Fahrertauschen. Dieses Jahr gab es hier ein besonderes Highlight: Die Stagecrew um DJ Dan fuhr ein internes Duell aus. Damit wurden der „Blue Attraction“, der „Licence to Kill“ und „Der Gerät“ von Sound and Light-Spezis gefahren. 😉

Wie soll ich es nun schreiben? Die Stagecrew sind jetzt nicht unbedingt die leichtesten Rehe auf der Weide. 😉 😉 Daher einigte man sich schnell darauf das Startgewicht auf 609kg anzuheben.

Das die Bahn richtig was kann und ordentlich Grip produziert war schon im Vorfeld zu sehen. Als wir dann aber zum ersten Vorlauf antraten war ich doch etwas verblüfft. Zum einen weil die Ladedruckregelung zum ersten mal funktionierte und den Druck auf 0,8 Bar begrenzte, zum anderen weil mit dem Druck wesentlich zu wenig Leistung vorhanden war…… Der Specht ging nach kurzer Fahrt einfach aus. *ahhhhh*

Hier die Daten zum *ahhhh*:

Nunja, eventuell, aber auch nur eventuell hab ich ein wenig früh eingekuppelt. Da kam einfach nichts…….

Dann musste es schnell gehen. Da wir die vorletzten Starter waren und vorab fast alle den Full Pull geschafft haben, blieben nur ein paar Minuten für die Analyse.

😉 😉 ICH LIEBE DIESE LOGS EINFACH! 😉 😉

Die Entscheidung war fix getroffen: Die Ladedruckregelung abbauen—-> Volldruck fahren! Pott oder Schrott!

Wieder vor dem Bremswagen lief der Specht dann wie man ihn kennt. Qualmen und Zischen aus allen Ritzen, leichtes Feuer am Krümmer und den Full Pull in der Tasche….. *geilomat*

Hier die Daten zum *geilomat*:


Tja, wieviel Ladedruck war das nun? Der Mapsensor geht bis 400kPa. Und da waren wir auch….. Messartefakt 😉

Aaaaber halt…der Spritdruck wird doch dem Ladedruck nachgeführt. Wir hatten 6,5 Bar Spritdruck und 3 Bar ist die Druckdifferenz zum Ladedruck. Macht nach Eva Zwerg und Adam Riese: 3,5 Bar Ladedruck.

Hatte ich schon gesagt das der VR6 ein geiler Motor ist?

Eine kurze Regenpause gab dem Eisenschwein Gelegenheit ein wenig abzukühlen. Da wir als letzter ins Finale gefahren waren, mussten alle anderen vorlegen. Spannung bis zum Schluss. Wo würden wir uns zwischen schieben? Reicht es diesmal fürs Treppchen? Was machen „die halbverrückten Schluckspechte“ (O-Ton Schizo 😉 )

Ein letztes mal Motor anlassen, Gang einlegen…..Gang einlegen….. *aaahhhh* wasn das fürn Mist? Die Kupplung geht nicht……. Eine Schraube des Geberzylinders hatte sich gelöst…. Panik!!! Die Saison durfte so(!) nicht enden. Dank Alex und der Hilfe der anderen Gardenpuller war der Defekt in ein paar Sekunden repariert! DANKE DAFÜR!

Um kein Risiko einzugehen, wurde der Gang eingelegt und der Specht vor den Bremswagen geschoben.

Was dann passiert ist in obigen Bilder ziemlich eindrücklich zu sehen. Drehzahl hoch, Volldruck und einkuppeln. Zum Ende des Pulls drückte das Öl aus allen Ritzen, entzündete sich am heißen Krümmer und sorgte für ein feuriges Spektakel! Dank der schnellen Löschaktion von Andreas Kilian (Danke!) hat es nur das Tape um den Kabelbaum ein wenig angeschröggelt.

Weitere Coole (Euphemismus für die Stichflammen 😉 )Bilder findet ihr auf Jan Werners Seite.

Platz 4 mit 56,65m. Sehr cool! Wenn auch knapp am Podest vorbei 😉

Hier die Daten zu 56,65m:


Der geneigte Leser wird sofort erkennen das wir wieder nicht im Begrenzer waren. Sprich es geht richtig Leistung aus dem Motor raus. Nur irgendwie wird die nicht so ganz total und echt richtig in Vortrieb umgesetzt…..*grübel*

Dann ging es zum gemütlichen Teil über. Auf der letzten Veranstaltung der Saison zaubert der Dieter einen Gaumenschmaus in seinen 3 Dutch Oven! Sehr Sehr geil! Die lange Tafel mit allen Gardenpullern hat echt was!

Zum Gardenpuller des Jahres wurde Marvin Rausch gewählt. Glückwunsch dazu!

Später wurden im Festzelt noch die Tagessieger und die deutschen Meister gekürt.

Wir gratulieren Thorsten Schlarbaum mit seinem Blue Attraction zum verdienten Meistertitel in der 600kg freien Klasse!

Mit reichlich [Getränken erfrischender Natur] wurde bis in den morgen gefeiert.

Jetzt geht es daran einen Plan zu machen was im Winter alles zu tuen ist. Es stehen einige Umbauten an!!!

Der Knaller zum Schluss: Der Motor läuft noch!

Stay tuned!!

Schlechtenwegen…wir kommen!

Alles ist vorbereitet…Samstag geht’s auf zum Saisonfinale nach Schlechtenwegen!

Der Specht ist gecheckt…keine Schäden gefunden. Ein wenig Öl nachgekippt, sauber gemacht, das wars auch schon.

Hier noch ein paar Impressionen aus Kalkar, genauer gesagt dem Fahrerlager der Gardenpuller:


Soweit so gut.

Aaaaaber da war ja noch was….. Ich versprach spannende Daten:


Vorlauf von Kalkar. Und? Zuviel versprochen? 😉 😉

[Leerzeile zum wirken lassen]

Wer hats gemerkt?

Richtig! Der Motor war während des Pulls in keinem Begrenzer! Nur als der Bremswagen schon stand wurde der Zündzeitpunkt zurück genommen und die Zündung ausgesetzt. Das hört man auch schön in den Videos. Das heißt im Umkehrschluss:

Alles was der Motor bei 7200 1/min und über 2,5 Bar Ladedruck geleistet hat ging auch wirklich in die Räder/ die Erde. Das muss natürlich nicht unbedingt Vortrieb sein, aber die Leistung ist in den Rädern angekommen.

Finale:


Jaja, Ihr wisst worauf ihr achten müsst! 😉 Wieder kein Begrenzer!

In diesem Fall aber auch auf was anderes. Den Verlauf des Ladedrucks im Vergleich zum ersten Pull. Ein deutlich flacherer Anstieg.

Zum Finale hatten wir ein „Dampfrad“ verbaut das schon bei 0,5 bar öffnet und bei 0,7 bar das Wastegate komplett offen gezogen hat. Ein Effekt ist da klar erkennbar, allerdings steigt der Ladedruck trotzdem auf 2,5 bar oder mehr.

Damit ist der Beweis erbracht: Das 38mm Wastegate ist viel zu klein. Selbst wenn es voll auf ist „geht das System durch“

Man darf gespannt sein was in Schlechtenwegen passieren wird 😉 😉

Stay tuned!!!!

Kalkar 2018 – Feuer und Flamme

Wir sind wieder zurück aus Kalkar und zwar mit einem Hammer Ergebnis!

Am Ende ist es der 4te Platz geworden bei einem mit 8 Top Schleppern besetzten Starterfeld!

Auch hier der Reihe nach:

Samstag morgen ging es um 5.30 Uhr in der Früh auf die Bahn Richtung Kalkar. Fahrerbesprechung war nämlich schon um 8 Uhr, Start um 10 Uhr.

Wiegen und technische Abnahme sind mittlerweile Routine. 😉

Zunächst gingen die 500kg Stock und die 500kg freie Klasse über die Bahn. Erste Eindrücke über die Streckenverhältnisse konnten gesammelt werden. Bereits vor den Compactdieseln zogen bedrohliche Wolken auf. Dennoch konnten die drei gemeldeten Starter ihren ersten Versuch fahren.

Dann wurde es peinlich, also für uns zumindest. *g* Im festen Glauben nach Jappa dran zu sein starteten wir den Specht, fuhren vor den Bremswagen und wurden dann von Svenja belehrt das wir gar nicht an der Reihe waren. Die Compactdiesel hatten noch ihren zweiten Lauf. Das das im Nachhinein für reichlich Spott und Geläster gesorgt hat brauch ich sicher nicht erwähnen 😉 😉 😉

Wir haben dann brav zurück gesetzt woraufhin auch schon die Plane auf die Bahn musste—> Regenschauer.

Da sich alle 3 Compactdiesel in der Zwangspause abgemeldet hatten, waren wir direkt dran als die Bahne wieder freigegeben wurde. Jetzt durften wir ja 😉 😉

Hier das Video:

FUUUULLL PULLLLL!!!!!

Wieder Öl und Dampf aus allen Ritzen. Ein kleines Feuer am Krümmer sorgte für Hektik bei allen Beteiligten. Danke für die Löschaktion. Etwas von dem Öl hatte sich am Krümmer entzündet.

Stolz wie Bolle gings zurück ins Fahrerlager. Den Ladedruckschlauch hatte es auseinander gedrückt, getankt musste werden und dann schnell die Daten checken. 1Bar Ladedruck sollten es sein, 2,5 Bar waren es. Es ist zum verrückt werden, die meisten Puller haben zu wenig Druck, wir bekommen ihn nicht runter. *g*

Für das Finale haben wir dann ein „Dampfrad“ für weniger Druck montiert.

In der Zwischenzeit bestritten auch die anderen Schlepper ihre Pulls die sie alle ins Finale führten.

Hier der Finallauf des Schluckspechtes:

Jede Menge Temperatur im Kessel…..Und natürlich wieder Feuer am Krümmer 😉

Es wäre mal interessant zu wissen wo genau das Öl herkommt…..

Über 66m im Finale…Geilomat 3000!

Wir ließen uns dann direkt aus dem Fahrerlager schleppen um Platz für die Farmpuller zu machen. Aus den Augenwinkeln konnte ich den Lauf von Thorsten mit seinem Blue Attraction verfolgen. Der blieb nach deutlich kürzerer Distanz stehen als wir. Hatten wir so gut vorgelegt?

Also schnell wieder zurück an die Strecke. Letztlich setzten sich der Giftzwerg, Mr. Easy und Masterpiece noch vor uns. Wettkampf der Drehmomentmonster!! 😉 😉

Wir gratulieren Raphael Rehbach zu seinem ersten Saisonsieg mit dem Masterpiece! Sehr geil gemacht!

Leider mussten wir auch in Kalkar Nachmittags wieder nach Hause.

Dort angekommen lies uns eine Frage keine Ruhe: Hat der Motor was abbekommen? Ich meine nach dem Finale habe ich ihn selber abgestellt…aber man weiß ja nie.

Und er läuft!!!!!!

Einfach krass was die VW-Ingenieure da gebaut haben.

Damit steht…..


…nichts mehr im Wege!

Eine genaue Auswertung folgt natürlich noch! Die Daten diesmal sind hoch interessant! Versprochen!

Stay tuned!!!!!!

 

Fertig für Kalkar

Am Ende der Pullingsaison geht’s Schlag auf Schlag. Samstag gehen wir in Kalkar an den Start:


Vorher gibt es aber noch ein wenig zu tuen.

Ich hatte Daten aus Sonsbeck versprochen, aber um hier nicht unnötig zu langweilen nur der Telegramstil ohne lästige Graphen:

Ladedruck
Beide Pulls lagen satt bei 3 Bar Ladedruck. (An dieser Stelle meine Hochachtung vor den Motoringenieuren bei VW, eure Motoren können echt was ab! 😉 😉 ) Da ist die Rechnung ohne Verschlauchung des Wastegates auszukommen wohl nicht aufgegangen….

Drehzahl/ Leistung
Leistung ist mehr als genug da! Der Motor war durchgängig im Begrenzer. Sowohl mit zurücknehmen der Zündung als auch komplett Zündungs-Aus (Anglizismen: „Ignition Retard“ und „Spark Cut“) Das der Begrenzer gut funktioniert zeigt sich daran das die Drehzahl immer bei 7100 1/min +/- 100 1/min lag.

Öldruck
Immer noch Kacke. Ab da wo Leistung gebraucht wird ist auch der Öldruck da. Also leben wir erstmal damit.

Strom
Endlich scheint die Baustelle auch im Griff zu sein. Spannungslage gut, Verbrauch mit Testläufen, zwei Pulls usw.: 3Ah. Bei 16Ah Kapazität in Ordnung 😉

Sprit
Der Motor läuft im gesunden Bereich. Allerdings ist die Abgastemperatur immer noch etwas hoch. Die Zylinder werden allesamt angefettet. Für Kalkar habe ich direkt mehr Sprit in die Tabelle programmiert.

Grip
Da gibts noch kein Log für, aber wir brauchen mehr davon! Alles was an Ballastgewichten möglich ist, war hinten und die Nase kommt einfach nicht hoch. Die Idee den Luftdruck zwischen Vorlauf und Finale um 0,1 Bar zu senken war ebenfalls—> Kacke 😉
Das Zugpendel kam min. 1cm runter und außerdem hat der Karren das Springen angefangen… *grml*

Nunja, gucken wir mal was es so aus der Werkstatt gibt:


Öl runter. Spannend! Was man da alles so finden kann, aber nicht will….
Bei dem Ladedruck würde ich als erstes auf die sterblichen Überreste der Pleuel/Kurbelwellenlager tippen. 😉

Aber was ist……?


…..nichts ist!!! Die beiden Augen könnten Methanol-Bläschen sein. Scheinbar haben wir echt kein Problem mit Ölverdünnung durch den Alk. Cool.

„Es knallt und zischt!!“ sprach der Dj Dan in Sonsbeck.

Nach reiflicher Überlegung und erfolgtem Probelauf ist abermals der Entschluss gefasst worden bezüglich der Kopfdichtung die „Schnell und dreckig“-Methode anzuwenden: Schrauben nachziehen. 😉


Hier drin war die Hölle los 😉 Schon während des Pulls drückte das Öl aus allen Ritzen. Mich beschleicht der Verdacht das die Kurbelgehäuseentlüftung nicht für 3 Atmosphären über normal gemacht ist 😉 😉


Der geneigte Schluckspecht-Pulling-Blog-Verfolger erinnert sich sicher an die erste kaputte Kopfdichtung. Jaja, das mit den Dehnschrauben usw. 90Nm Anzugsmoment waren wohl nicht genug. 180° möchte ich aber auch nicht weiterdrehen. Treffen wir uns in der Mitte und drehen 90° weiter. Ein wahrhaft Salomonisches Urteil. 😉

Sollte ich mit obigem Bild gegen ein Urheberrecht verstoßen haben: Kein Problem. Ich schick dann eine Abgasprobe *aggelärks* an die deutsche Umwelthilfe und verweise die an VW.….. 😉 😉

So nehme man dieses…….


….und das….


…und schon sind die Schrauben feste. Nebenbei ist eine neue SI-Einheit enstanden: SAP (Stefan Arm Power).


Deckel drauf, Öl rein und fertig.

Themenwechsel: Wastegate


Erste Versuche einer Ladedruckregelung. Die normalen Druckregler sind allesamt nicht für die geringen Drücke gemacht… Also mal gucken wie das die ganzen „Tuningfritzen“ machen.


Im Grunde simple Technik: Der Ladedruck wird über ein Drosselventil entnommen und auf die Druckdose gegeben. Dort arbeitet er gegen die eingebaute Feder und öffnet das Wastegate bei einem bestimmten Druck.

Die Einstellung erfolgt über ein Leckageventil -in „Fach“kreisen Dampfrad genannt *roflzeraptor*.

Je mehr Luft man aus der Leitung zwischen Turbo und Wastegate abblasen lässt, desto weniger kommt beim Wastegate an. Es öffnet erst bei höherem Druck.

So einfach ist das.


Hier mal in ordentlich verlegt.


3 voreingestellte Drosseln (Dampfräder 😉 ) Wenn gar nichts mehr geht lässt man die Drossel komplett runter und fährt wieder mit vollem Druck….


Ein anschauliches Beispiel dafür, wie viel Kraft sich ein Pullingtractor durch den Bremswagen auf die Hinterachse holt. So geht das nicht!!!


Bis auf das Zugpendel–>Altmetall


Etwas flexen und Schweißen…….


…und schon ist die Sache richtig gelöst. Wenn die beiden M16-Gewindestangen zerknittern brauchen wir uns über Grip wohl keine Gedanken mehr machen 😉

Achja…Grip…….

Was tun sprach das Huhn??? Zugpendel ist oben, Gewichte sind hinten…

Die „Großen“ schleifen alle ihre Reifen rauh dachte sich der Stefan. In der Tat sind die Flächen der (neuen) Reifen sehr glatt.

Also flugs mal ein paar erfahrene Puller gefragt ob das Schleifen der Reifen viel bringt. Habe ich sonst auf alle gestellten Fragen sofort eine Antwort bekommen, so wahr hier nur das Schweigen im Walde zu vernehmen 😉 Merkwürdig.

Weniger denken, mehr handeln!!!


40er Korn auf den Bandschleifer und ab geht’s. Ja leck mich fett. Das ist vielleicht anstrengend…..Der Bandschleifer hat nämlich Grip 😉 😉

Das Ergebnis lässt hoffen! Gleich ganz andere Eigenschaften. Die Oberfläche packt richtig…..zumindest wenn man mit der Hand drüber streicht.


Wenn ihr wissen wollt ob das was gebracht hat—–> Kommt nach Kalkar 😉


Der Hintern sieht schon mal schick aus…


Schnell noch ein paar dünnere Gewichtsplatten gemacht um feiner Abstufen zu können….


Damit ist der Specht Wettkampffertig! Huiiiii!!!!

Zusammenfassend kann man sagen, dass dieser Schnellspanner….


…der einzige echte Schaden aus Sonsbeck ist. Den hat der Specht beim Ausladen zermöllert 😉

Wir sehen uns an der Startlinie!

Stay tuned!!!

Habemus Papam!

Sonsbeck 2018 —–> Der erste Full Pull des Schluckspechtes!!!

Aber der Reihe nach:

Samstagmorgen ging es in aller Frühe gen Westen.


Fahrerlager der Gardenpuller.


Ausladen, alles Checken, Probelauf machen…und was ist? Nichts ist….

Schockschwere Not, der Specht geht einfach immer wieder aus. AHHHHHH!!!!!

Naja, die Temperaturen waren niedrig. Das Öl hatte gerade mal 10°
Mehr Sprit rein! Und siehe da, er lief wie gewohnt. Hach, ich liebe die Motorsteuerung!

Dann gings über die Wage (Ich werde wohl immer fetter *grml*) 6 Kilo mussten runter. Aber das ist ja kein Problem.


Kurz vor dem Start…


Der Fanclub steht bereit und kann die Spannung fast nicht mehr aushalten. 😉

Und ab gehter:

Junge, Junge, Junge…was ein FUUUULLLL PULL!

Geilomat!

Der Specht knallt und zischt aus allen Ritzen. Zurück im Fahrerlager schnell getankt. Etwas Luft aus den Reifen gelassen (mehr Grip musste her) und dann den Laptop zur Hand genommen:

Sprit passt, Abgas etwas heiß und der Ladedruck? Alter Falter: 3 Bar!

Ich hatte doch das Wastegate umgebaut?!?!?! Naja….egal….

Pokal oder Hospital 😉

Wieder zum Start. FINALE!

Weißer Rauch! HABEMUS PAPAM!

Da hats wohl den Kopf ein wenig angehoben….. Öl aus allen Ritzen.

Aaaaaaber: Das erste mal stelle ich den Motor nach einem Pull selber ab. 😉

Wollten wir nicht mehr Grip haben? Sieht fast so aus als wenn es weniger wäre….hmmm…. möglicherweise ist das Zugpendel einfach zu weit runter gekommen….

Bis auf den Giftzwerg und Wild Michi Power hatten sich alle anderen 5 Schlepper fürs Finale qualifiziert. Und alle diese 5 zogen dann auch an uns vorbei. 😉

Wir gratulieren Thorsten Schlarbaum zum nächsten Saisonsieg!

Eine richtig dicke Überraschung lieferte Raphael Rehbach ab. Sonst gerne mal vom Pech verfolgt brannte er im Finale einen Monsterpull auf die Bahn. Zweiter Platz für den Masterpiece!


Zurück im Fahrerlager sorgte Alex direkt für die (verdiente 😉 ) Erfrischung.

Leider mussten wir am Nachmittag schon wieder Abreisen. Also nur eine Stippvisite.

<<<Zeitsprung>>>


Gespannt wie ein Flitzebogen ob der Motor was abbekommen hat gings ans Ausladen…..

Der Motor markiert sein Revier 😉

Das Öl kommt auf alle Fälle aus der Kopfdichtung….. Man beachte die Ladeluftleitung. Die hats wieder auseinander gedrückt.

Naja, machen wir mal an…


Und er läuft!!!!

Es scheint wirklich so zu sein, dass der Kopf ein wenig abgehoben hat. Ohne Ladedruck ist alles komplett dicht.

Eine genaue Analyse schieben wir wie immer nach. Es gibt wieder Daten 😉 😉

Nächste Woche geht es nach:


Kalkar!

 

Stay tuned!!!

 

Fertig für Sonsbeck

Alles soweit fertig für den nächsten Wettbewerb:

Die Elektrik ist wieder dran. Schnell einen Probelauf machen ob auch wirklich alles richtig verdrahtet ist:

Der genaue Beobachter wird feststellen, dass der Probelauf auf Benzin gemacht wurde. Man achte auf die kreative Spritverschlauchung. 😉


Leichte Rauchschwaden zeugen vom Erfolg.

Aber da war ja noch was mit dem Wastegate! Gekauft hatte ich es mit einer Voreinstellung von 0,8 Bar.
Unter Zuhilfenahme einer Waage und dem Taschenrechner kam heraus: Öffnungsdruck ohne jeglichen Schlauchanschluss: 2,1 Bar.

Tja, Fehler gefunden.

Wahrscheinlich sind die 0,8 Bar der Öffnungsdruck wenn man die Druckdose anschließt.

Tja, nützt ja nichts. Was tun?


Versuche mit diversen Druckreglern waren alle murx. Die Pneumatikdinger sind einfach nicht für diese geringen Drücke gemacht.

So ein Geraffel kommt nicht an den Specht.


Zack!!!! Ne 1 Bar Feder 😉

Wofür Federnsortimente doch so alles gut sind.

Für mehr oder weniger Ladedruck müssen so nur 6 Schrauben gelöst werden und eine andere Feder verbaut werden. Das ist einfach und fehlersicher.

Apropos Fehlersicher. Der Strom war weg! Der Verdacht hierbei liegt auf dem Batteriemanagmentsystem des LiFePo-Akkus. Das ist so ein lustiges Dingelchen in Form einer Platine mit vielen schwarzen Käfern drauf. Außer den Schinezzen weiß keiner was in dem Dingen vorgeht—-> Mist!

Nehmen wir etwas das ich kenne: Modellbau-Lithiumpolymerakkus, kurz Lipos.

Die liefern Strom bis sie leer sind oder brennen. Zwei Stück von wegen Redundanz oder so.


Y-Verbinder


So sollte das gehen. Das Löten der Akkukabel ist etwas „kribbelig“. Die Teile sind geladen und liefern bei einem Kurzschluss reichlich Strom. Fast wie würfeln mit Tellerminen. 😉


Alex schrubbelt derweil den Dreck von den Reifen. Oder bekommen die Reifen eine neue Oberflächentextur für mehr Grip? Wer weiß 😉


Und wieder drauf damit. Der Specht sieht mit Reifen auch einfach viel besser aus!


Noch ein wenig Öl auffüllen und schon kann für Sonsbeck verladen werden!

Wir sehen uns an der Startlinie.

Stay tuned!!!!

Kopf dicht

Der nächste Termin steht auch schon fest:

Der Specht hat nach Viersen ein wenig Kopfweh…. genau genommen hats ihm sogar die Dichtung weg gehauen. 😉

Also stramm ans Werk das das alles wieder dicht wird.


Erst mal muss der ganze Steuerungsquatsch runter. Da das aber alles mit Steckern gemacht ist und der Kabelwust in einer Kiste sitzt—> Einfach und schnell.


Ein paar Deckel ab, geschmeidige 20 Kopfschrauben lösen und zack ist der Kopf auch schon ab.


Ganz nett ist die Tatsache, dass eigentlich alles an Krümmern inklusive Turbo am Kopf hängt. Voll integral und so… 😉


Zylinder 6 hats komplett weggehauen…..


Zylinder 1 war kurz  davor. 😉


Ich habe keine Ahnung was der Motor in seinem Leben schon gelaufen hat, aber es muss einiges gewesen sein. Der Kreuzschliff ist komplett weg und man spürt auch schon einen deutlichen Übergang zu der „jungfreulichen“ Laufbahn. Normalerweise ein Fall für einen Übermaßkolben. Da beim Pulling nichts wirklich normal ist passiert vorerst aber nichts dergleichen.


„Zylinderkopfschrauben dürfen nicht mehrfach verwendet werden!“

Halt ich alles für Quatsch. Damit nichts durcheinander kommt dient die neue Kopfdichtung als Sortiersteckbrett.


Mit einer Teppichmesserklinge wird der Grind der alten Dichtung weggekratzt. Ein Haarlineal hab ich nicht auf den Kopf gelegt. Wird wohl gerade sein….

Und mal im Ernst: Wenn Kopf oder Block krumm wären….. was sollten wir dann bitte machen? Bis Sonsbeck alles zerlegen, schleifen und wieder zusammen bauen. Ja neee, is klar. Also besser erst gar nicht verrückt machen lassen. 😉


Kopfunterseite


Ziemlich viel Modder auf den Ventilen. Da Methanol die unangenehme Eigenschaft hat zu Glühzündungen zu neigen musste der Gammel da runter.

Für dies Arbeit gibt es speziell das VW Werkzeug Nr. 0815

(Flex mit Fächerscheibe 😉 )

Der Dichtungsrestemist wurde dann wieder mit der Klinge entfernt.


Sieht besser aus als neu!


Die Dichtung ist eine Mehrlagendichtung von Reinz. Dicke 3,6mm. Das setzt die Verdichtung von 10:1 auf ca. 8,6:1 runter. Für Methanol nicht nötig. Da könnte man -auch mit Turbo- eher noch höher verdichten.

Aber ich hatte sie noch da!

Außerdem rede ich mir ein das das die (Serien)Pleuel schont 😉


Die Kettengleitschiene war auch Fratze—-> Neue rein!


Kopf wieder drauf. Normalerweise wird die Kopfverschraubung winkelabhängig nachgezogen wobei die Schrauben in den plastischen Bereich gelängt werden. Da ich nicht weiß wie die das mehrmals mitmachen, hab ich mit 90Nm angezogen und gut. Natürlich genau nach Reihenfolge und mit 20Nm, 40Nm, 60Nm und dann erst mit 90Nm. Keine Ahnung obs hält. Kommt nach Sonsbeck und findet es zusammen mit uns raus 😉


Abdeckung hinten drauf….

Ventildeckel drauf und fertig. Jetzt geht’s noch an die Elektricktrick….

Aber das ist ja nur Fuck and Pray oder so….

Nachtrag zum Gemisch:


Die Kerzen. Von links nach Rechts Zylinder 1-6. Zu heiß war da nichts. Also Sprit ist genug da! Danke an Sascha für die Hilfestellung beim Kerzen lesen.


Zwei achtbeinige Freunde haben den Specht zu ihrem Lebensraum erklärt 😉

Oder handelt es sich um ein Sicherheitsfangnetzsystem????? Fragen!!!!

Stay tuned!!!!

Viersen 2018

Hier nun der Bericht vom Pulling in Viersen und eine erste Aufarbeitung dessen was passiert ist.

Im Gegensatz zu Füchtorf sind wir erst Samstag morgens angereist. Ist ja nicht so weit und außerdem kennt man die ganzen Abläufe ja schon.


Direkt nach der Fahrerbesprechung ging es an die technische Abnahme. Sicherheit und Fairness müssen sein!!!!

Schnell noch einen Probelauf und ab zur Waage. Entweder bin ich fetter geworden, oder aber die Reifen sind etwas schwerer. Einigen wir uns auf die Reifen 😉

So mussten noch knappe 4 Kilo weichen…kein Problem.

Bei sengender Sonne hieß es dann warten bis die ersten Klassen durch waren.


Zwischendurch den Fanclub ein wenig bei Laune halten.. 😉

(Ein Hut ist bei so einem Wetter echt eine geile Erfindung! Millionen Cowboys können einfach nicht irren.)

„Bevor wir dran sind noch mal eben den Reifendruck ausgleichen.“ dachte sich der Stefan…..was eine shice Idee! Entweder hat die Leitung ein Leck, oder aber der linke Adapter war nicht richtig auf dem Ventil—> Plattfuß!

Gott sei dank pumpt Alex wie ein Weltmeister. Auch Jan (Licence to kill) war sofort mit einem Kompressor zur Stelle -Danke!- Um ein zurück setzen kamen wir allerdings nicht herum….tja, macht ja nichts…danach liefs.. 😉

Der Rest ist vom ersten Video schon bekannt. Dennoch hat Mr. Jo netterweise noch ein spezielles Video von dem Pull zur Verfügung gestellt:

Auch hierfür ein fettes Dankeschön!

Trotz der kaputten Kopfdichtung und dem Stromausfall sind´s dann am Ende 63,38m geworden! Sehr sehr geil!

Betrachten wird den Zug nun mal von der technischen Seite:

Ladedruck

Davon hatten wir eindeutig ein klitzekleines bisschen zu viel 😉 😉

Knappe 3 Bar (Ein Motorsteuergerät rechnet in absoluten Drücken, daher 395kPa)  haben in der Spitze angelegen. Es sollte aber nur 1 Bar sein. Entweder hat das Wastegate geklemmt, es war auf wundersame Weise verstellt oder aber es ist einfach zu klein – was ich aber nicht glaube.

So ein Teil ist jetzt aber keine übermäßige Hightech Komponente…. das muss geprüft werden….

Bewährt hat sich auch die direkte, bedämpfte Verschlauchung des MAP-Sensors und die Funktion des Digitalfilters. Das Signal sieht schon viel besser aus!

Gemisch

Tja, es hat gepasst. Im hohen Drehzahlbereich ohne Last etwas zu fett, dann beim Einkuppeln (Knick in der Drehzahlkurve) etwas zu mager und dann genau passend. Ich denke das kann man vorerst so lassen.

Nur gut das ich die Sprittabelle für bis zu 400kPa geschrieben habe 😉

Auch sehr nett: Trotz knappen 3 Bar Ladedruck und schön fettem Lauf hatten die Düsen nur eine Auslastung (DC) von 77%. Sprich die kämen auch mit noch mehr Leistung nicht sofort an ihre Grenzen.

Direkt in das Thema Gemisch spielt die

Abgastemperatur

Wer jetzt schon eingeschlafen ist: Es wird richtig spannend. Voll Motorforensik und so.. 😉


Erstmal bis auf die zwei kurzen Messaussetzer nichts auffälliges. Über 880°C ist für Methanol schon recht sportlich, aber die Lambdawerte sind schön fett und die Temperaturdifferenz zwischen den Zylindern ist auch erträglich. Zylinder 6 fällt natürlich aus der Reihe, bei dem hats Ja auch die Kopfdichtung rausgehauen…..

Aber da war ja noch was…… Der Stefan hatte ein Sicherheitsnetz eingebaut. Sollte die Abgastemperatur zu sehr steigen wird der jeweilige Zylinder angefettet:


Da wir in dem Temperaturbereich waren sieht das für die ersten drei Zylinder wie folgt aus:

Jedem Zylinder ist der entsprechende Abgastemperaturfühler zugeordnet.

WER HAT WAS GEMERKT?

Richtig eben Zylinder 6 (Ja, genau, der mit der Kopfdichtung) ist falsch zugeordnet…. *shocking*


Zu Beginn des Zuges laufen alle Einspritzdüsen ohne individuelle Anfettung (Injector trim) In dem Moment als die Kopfdichtung daher fliegt wird Zylinder 6 immer noch nicht fetter gedreht, wohl aber alle anderen Zylinder…..*grml*

Zu behaupten das der Schaden nur daher kam wäre etwas vermessen…aber Zufälle gibt’s an die ich nicht glaube….

Ich höre schon das Gezeter: „Dreh doch einfach über die Sprittabelle hoch und lass den Unsinn mit der Abgastemperatur!“

Gegenbeweis:


Während die Einspritzmenge (Injector PW) konstant war ging die Abgastemperatur hoch. Sicher spielt da die Trägheit des Systems eine Rolle, aber auch die Lambdawerte blieben nahezu konstant.

Auf dem Prüfstand kann man die Sprittabelle sicher sehr fein anpassen. Für den aktuellen Pullingalltag ist die Nachführung über die Abgastemperatur aber eine feine Sache.

Öldruck und Spritdruck

Haben wir! Mit etwas über 70°C war das Öl zwar nur lauwarm…aber was solls.

Auch der Spritdruck wird in hinreichender Genauigkeit nachgeführt.

Begrenzer


Arbeitet soweit gut. Allerding werde ich das dumpfe Gefühl nicht los, dass die Spätzündung oder das Zündaussetzen den Ladedruck sogar noch steigern. Ist ja das selbe Prinzip wie bei einer Launchcontrol. Den ganzen Mist einfach im Krümmer verbrennen und schon gibt’s Druck…..

Spannung


Was ein Mist! Der so hoch gelobte LiFePo-Akku geht in die Knie, sowas hab ich gar noch nie gesehen…….*kotzwürgbrech* Vermutlich hat das Batteriemanagmentsystem (Kann man das essen?) irgendwann einfach abgeschaltet. Das waren die Meter die uns zum dritten Platz oder gar dem Full Pull gefehlt haben….

Da muss was anderes her!

Aufwachen!

Der langweilige Kram mit den Logs ist vorbei!


BIER! (natürlich nach dem Pull und auch außerhalb des Vorbereitungsraumes!)

Danke Wolfgang, das hab ich da echt gebraucht! Sowas ein warmes Wetter und dann auch noch so ein Erfolg!!


Auch Alex kann seine Freude  nicht so ganz verbergen. 😉 😉

Wieder im Fahrerlager…..


…ging es direkt auf die Suche nach dem verlorenen Strom.


Der Ladedruckschlauch ist auch auseinander gegangen. Nur wann kann ich auch nach ausführlichster Videoanalyse nicht sagen…


Aus dem Block ist nicht nur „Dampf“ raus gekommen 😉 😉


Flugs noch das Methanol aus dem Spritsystem ablassen und dann:

Auf zum gemütlichen Teil!

War wieder ein sehr sehr schöner Abend mit viel Dummzeuggequatsche, kalten Getränken und einer Cola-Korn-Party 😉

Zeit- und Ortsprung in die Werkstatt:


Öl ablassen. Ich hatte schon schlimmste Befürchtungen was ich alles im Öl finden würde…..


….aber was ist…richtig, nichts ist! Keine Späne oder unnormaler Abrieb…nichts…. cool!

Also Reifen Ab und das Achsöl angesehen:


Auch hier—> nur Öl! Geilomat!


Na? Seht ihr was?

Nicht?

Ich auch nicht! Und diesmal ist definitiv richtig Leistung drüber gegangen.

Also schnell wieder zusammen!

 

Heute konnte ich es nicht abwarten……der Zylinderkopf musste runter!

Bilder demnächst. Nur soviel schon vorab: Sowohl Kopf und auch der Block haben nichts abbekommen!

Stay tuned!!!!!

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