Nach etwas längerer Pause mal ein Update. Es hat einfach länger gedauert sich was Vorzeigbares aus dem grauen Muskel zu drücken. (Wenn man sich beim Anlasser und der Spritpumpe schon nicht mit Ruhm bekleckert hat. 😉 )


Sieht unspektakulär aus, hat es aber im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Die Kupplung bzw. der Reverser sind wohl das Komplizierteste am ganzen Schlepper.


Neutral


Rückwärts


Vorwärts

Das Teil sollte die unterschiedlichsten Vorgaben erfüllen:

  • funktionieren 😉
  • regelkonform sein
  • mit den verfügbaren Mitteln zu fertigen sein
  • wartungsfreundlich sein

Als wesentliche Aufgabe muss der Motor mechanisch getrennt werden können. Ganz einfach damit der Schlepper nicht auf einmal bei laufendem Motor einkuppelt und davonrast. Logisch.

Ebenso wesentlich ist das mechanische Verbinden des Motors mit dem Getriebe und den Rädern. Irgendwie muss der Bumms -der ja hoffentlich vorhanden ist 😉 – von vorne nach hinten zu den Pellen gebracht werden. Auch logisch.

Ein „nice to have“ (Vorsicht, Anglizismen) ist ein Rückwärtsgang. Seien wir doch mal ehrlich, ein Trecker mit mehreren hundert PS der per Hand vor den Bremswagen geschoben werden muss???

Dumm nur das eine optionale Funktion das Teil um ein vielfaches komplizierter werden lässt, also um ein vielvielfaches. 😉
Devise: „Wenn etwas fehlerfrei funktioniert hat es nicht genug Funktionen“

Schlau nur das man den ganzen Reversermist ganz einfach rausschmeißen kann wenn er nicht funktioniert. Dann kann man halt nur Kuppeln und für den Rest muss man auf die gute alte Handarbeit zurückgreifen……….
…….um den Schlepper vor den Bremswagen zu bekommen….ist klar. 😉

Zum Vorwärtsfahren wird über eine robuste Klauenkupplung verbunden. Der Rückwärtsgang ist da deutlich filigraner. Das Hohlrad wird nach hinten über die Räder eines Planetengetriebes gezogen……


…das da so aussieht. Die Zahnflanken müssen natürlich noch angespitzt werden. Das setze ich natürlich nicht im CAD um, sondern -richtig- in Handarbeit. 😉

Jetzt wo ich es nochmal so sehe freue ich mich schon das Vielzahnprofil in vergüteten 42CrMoV4 zu fräsen. 🙁


Das sieht doch bald aus wie ein richtiger Antrieb. Kommen noch so Kleinigkeiten wie die Spritpumpenhalterung, Spritpumpenantrieb und Ölabgriff dann ist die Motorbaugruppe soweit durch. Dann kann es mit der Achse und der Antriebswelle losgehen.

Stay tuned!

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