Kategorie: Aus der Werkstatt (Seite 1 von 7)

Fe2O3

Der nächste Termin:


Wir starten aller Voraussicht nach am Samstag Mittag.

Der Schlepper ist soweit fertig, widmen wir uns dem Leistungsprüfstand.


Erstmal mit dem Hammer die Achse entrosten. Es besteht die Vermutung das die Achse nur aus tragendem Rost besteht 😉


Rost, Rost und Rost….


Irgendwo drauf müssen die Bremstrommeln ruhen….


…also fleißig Rohre zusammenfügen.

Irgendwie so.. 😉

Was noch nicht passt wird mit Schweißdraht aufgefüllt.


Die Bremstrommel werden über Pneumatikzylinder betätigt:


Anpassen:


Gar nicht mehr so viel Arbeit, dann können wir mal testen 😉

Stay tuned!

Leistungsprüfstand

Das Geheimnis ist keines mehr….. wir bauen einen Leistungsprüfstand….Konfetti!!!


Räder ab.


Die Bolzen mit Schraubensicherung einzukleben war ne Super Idee…..
….zumindest bis sie raus müssen.

Einem Inschenöör isss nichts zu schwöör!

Zwei gekonterte Muttern als Packende und schon gings….Ich bin schon ein Klötzchen 😉 😉


Das sind sie wieder, die „Styro-zu-Alu“-Flansche


Die rostigen Bremstrommeln sind auch wieder da. 😉

Ein Problem bleibt aber noch: Ist die Bremskraft -aus welchen Gründen auch immer- ungleichmäßig zerlegt es in kürzester Zeit das Differential.


Tadaaaaa! Externe Differentialsperre 😉

Bleiben nur noch ein Gestell und Halterungen für Pneumatikzylinder zu bauen…


Zwischenzeitlich musste aber auch noch die neue Zündanlage und der Tacho getestet werden. Eigentlich unspektakulär….

…. hätte da nicht irgendein Volldepp (In dem Fall ich) die Ladezeit der Spulen auf Null gesetzt….grml…. Naja war ja schnell behoben.


Trick 17 um die Zündlichtpistole verwenden zu können. Einfach eins von den „Extrem hochqualiativen“ Zündkabeln geopfert und so einen Abgriff für die Zündlichtpistole geschaffen…..

Nur was können die Spulen?


Einiges! Einfach mal die Spritmenge hochgedreht bis zum geht nicht mehr. Selbst bei Lambda 0,59 (wurde zumindest angezeigt) haben die immer noch gezündet. Mit dem alten Zündblock haben die Zylinder schon bei 0,75 ausgesetzt! Das lässt hoffen.

Testen des Drehzahlbegrenzers:

Es ging nur darum ob er sauber abregelt damit der Motor nicht so kotzt wie in Füchtorf. Daher auf zahme 5000 1/min eingestellt. Beim Pulling sinds dann 7500 1/min.

Im Gegensatz zum Fuel Cut hat das Zurücknehmen des Zündzeitpunktes den charmanten Vorteil das das Ladedruck nicht zusammen bricht. Hört man auch schön im Video.

Die Lampe neben dem Tacho wird von der Ecumaster EMU gesteuert. Damit kann ich die für alle Parameter einsetzen. (hier Drehzahl über 3000 1/min)

Später wird die wohl auf Ladedruck und Drehzahl zum losfahren eingestellt.

Stay tuned!!!

 

Fett und Rost

Fett und Rost und Rost und Fett….. Und wer darf das ganze wieder sauber machen? Der Stefan! 😉

Für alle die gerade nicht mitkommen: Es geht um die riesigen Bremstrommeln 😉


Ich wurde jetzt schon öfter gefragt wann wir denn endlich einen großen Puller aufbauen? Seid gestern Abend weiß ich: Vorerst bestimmt nicht.

Alleine um eine dusselige Bremstrommel gangbar zu machen fehlt das passende Equipment….tztztzt…..

Naja, sei´s drum, die Trommel muss runter.


Fett und Rost!!!!

Da gerade kein 70er Maulschlüssel verfügbar war bin ich ganz froh gewesen das eine Kegelrollenlagerung mit Spiel versehen ist, sprich die Mutter ist nicht angezogen.

Nur wie das dusselige Lager herausbekommen? Erstmal mit dem Hammer auf die Trommel schlagen….


…und schon fliegt das Dingen im hohen Bogen raus. Das war ja mal einfach….


Sagte ich schon: Fett und Rost?


Erstmal grob Reinemachen mit allerhand Kratz- und Reinigungswerkzeug….


Keine schlechte Fotoqualität….. die Trübung hing auch in der Maske….


Aggelärgs…..


Die Reibflächen sind damit auch vom Rost befreit. Der Rest geht im Betrieb fliegen….


Tja, solide Technik…… Etwas Hammer hier, etwas Öl da und schon ist alles wieder gängig.


Der Zusammenbau erfolgte dann mit weniger Fett. Für das bisschen was das Teil noch drehen muss wird’s wohl reichen. 😉


Sind die Teile -wofür auch immer- wieder einsatzbereit.

Wir wünschen allen Teams in Krumbach viel Spaß und natürlich auch Erfolg!

Stay tuned!

Inferno 2.0

Während in Holzheim die Trecker über die Bahn knallen steht der Schluckspecht in der Werkstatt. Die Entfernung ist uns dann aktuell doch ein wenig groß 😉

Über meinen ersten Familienurlaub…..


….hat unser Azubi den ersten Flansch schick gemacht. Es werden allerdings zwei benötigt.

Also wieder alles auf Anfang!


Kennen wir ja schon 😉 😉

Das Gussergebnis war beim ersten Versuch noch nicht so wie ich mir das vorgestellt habe.

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer das gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ (Albert Einstein)

Also machen wir diesmal was anders:


Augenscheinlich war der Sand nicht fest genug. Wasserglas war genug drin, also liegt die Vermutung nahe, das nicht genug CO2 vorhanden war um dieses auszuhärten.

Also kommt jetzt mehr Gas in die Tonne. Der Verteiler (einfacher, durchbohrter Pneumatikschlauch) hat schon Platz genommen.


Abdeckung aus Lumpen.


Ungebundener Sand


Und wieder einbetten mit Wasserglas gebundenem Sand…..Kennen wir ja auch schon.


Ein alter Feuerlöscher muss als Gasgenerator herhalten. Da die Kombination von Trockeneis und einem geschlossenen Behältnis immer „etwas kritisch“ ist, erfolgt der Verschluss nur mit einem Holzpropfen.

Explodierte Stahlbehälter sind dann doch was wo selbst ich sage das mir das zu heiß ist. Und Trockeneis kann echt garstig sein, ich sprech da aus Erfahrung…. 😉


Tja, die Technik ist simpel aber fürchterlich effektiv. Das Trockeneis im Behälter sublimiert langsam zu CO2 welches dann im Fass durch den Sand strömt. That´s it!


Nach einem Tag ist mal wieder Zeit um was für die Feinstaubbelastung zu tuen.

Schnell noch markieren wer wo rein gießt und—–>INFERNO


Man muss einfach leicht einen an der Reibe haben…. 😉


Nach wenigen Sekunden ist auch diesmal der Spaß wieder vorbei und es heißt warten.


Na das sieht schon deutlich besser aus….

Peeling:


Man erkennt sogar die Klebebandstreifen im Guss. Das hat was…


Angüsse ab….


…und auf die Fräse mit dem Teil.


Seite 1 fertig.


Seite 2 auch.

Mal anprobieren:


Passt!

Nähern wir uns des Rätsels Lösung? Das Ding von dem ich nicht sage wo für es ist kommt an die LKW-Achse von er ich nicht sage wofür sie ist…..Amazing 😉

Kettenräder vom Teilezulieferer mit dem „M“

Und in bearbeitet.

So solls mal werden:


Was das nur wird? Muahahahaha 😉

Unterdessen macht sich Alex Spaß mit der Tachohalterung:


Voll Billett und so…..

Etwas übertrieben vielleicht….ABER GEIL!


Die Gewinde (M22x2) an den Radnaben sind etwas vergriesgnaddelt….


….Schneidglocke basteln…


…..nachschneiden…..


…Fertisch!

Und damit endet auch dieser Beitrag.

Wie immer:

Stay tuned!

Schuckspecht

Wieder geht’s weiter!


Alex passt den Kotflügel für die breiteren Schluffen an.

Tja, aus dem mittleren Segment muss was raus geschnitten werden.

Nun isses halt ein Schuckspecht:


Die neuen Teile für die Klauenkupplung und den Reverser sind auch fertig.


Alles demontieren….


…und sofort das Montagewerkzeug einstecken damit sich die Scheiben nicht verschieben können. 😉 Aus Fehlern lernt man…


Uuuuups..so kam das Teil aus dem Schlepper…. Habe ich etwa Schraubensicherung vergessen? Das hätte auch mit richtig Bruch enden können…tztztz….


Die Zahnräder sahen alle noch soweit gut aus. Also alles reinigen, die neue Welle einbauen….


…mit(!) Schraubensicherung!

Tadaaaa:


Doch was sehen meine Äuglein denn da????


Die Welle auf der die Kupplungsscheiben sitzen hat´s mal geschmeidig verdreht….

Ai Caramba!

Wir reden hier immerhin von vergütetem Stahl und „nur“ Motordrehmoment. Vermutlich ist irgendwie beim Einkuppeln ein Stoß entstanden, anders kann ich mir das nicht erklären.

Also Stefan: Nächstes mal sanfter einkuppeln 😉 😉


Die alte und die neue Achse.


Damit sich nichts verzieht: Steckschweißungen.


Fertig. Jetzt noch die andere Seite.

Teile reinigen:

Und wieder zusammen bauen.


Schaltet sich schon wesentlich angenehmer und eiern tut auch nichts mehr. Mission erfüllt.


Einen Drehzahlmesser soll der Specht bekommen. „Nach Gehör“ ist dann doch murx 😉


Durch die Änderungen am Kotflügel muss auch eine neue Laptopbox her.


Die Verschlauchung des Ladedrucksensors und Spritreglers ist nun auch geändert. In der Zuleitung zum MAP-Sensor steckt noch ein Stück dünner Pneumatikschlauch zur Dämpfung der Luftsäule. Voll Physik und so… 😉


Reifen drauf……


Damit ist der Schuckspecht wieder Einsatzbereit.

Gerne würden wir nächsten Samstag in Anholt fahren, nur leider bin ich da noch im Urlaub…man kann halt nicht alles haben. Viersen ist aber nach wie vor fest im Blick!

Stay tuned!

Rosaroter Traum

Nachdem in Volkmarst von „Der Gerät“ bewiesen wurde das ein Turbo VR6 nicht die verkehrteste Idee ist geht’s hier am Schluckspecht weiter.


Die Achse wurde auf das Wesentliche reduziert……


…und inspiziert…. Alles tutti.

Wie angekündigt, werden die beiden einfachsten *rofl* Teile neu gefertigt damit der Gang nicht mehr rausfliegen kann:


Im Gegensatz zum ersten Teil wird die Nabe nicht verschweißt, sondern verklebt. Bei einer überschlägigen Rechnung was die Verklebung hält kam ein Ergebnis mit so vielen Stellen vor(!) dem Komma raus….das muss einfach halten 😉

Und eine Presspassung ist das auch noch….

Im Gegensatz zum Verschweißen verzieht sich beim Kleben natürlich nichts…


Erstes Teil fertig.

Kommen wir zu einem rosaroten Traum. Wofür das ganze später ist verrate ich noch nicht….. muhahaha….wohl aber was da so passiert.


Zunächst werden ein paar Platten extrudiertes Polystyrol aufeinander geklebt. Styropor wäre besser, ist aber gerade nicht zur Hand gewesen 😉


Mittels handelsüblichem Feinmechanikerwerkzeugs entsteht zum einen eine riesen Sauerei, zum anderen ein zurecht gestutzter Klotz.

Der muss nun noch weiter in Form gebracht werden…


…wofür dieses Hilfswerkzeug gebaut wird.

Klotz drauf….


…und mit einem heißen Draht den ersten Schnitt gemacht.


Ein Polygon mit n gegen Unendlich vielen Ecken weicht nur infinitesimal vom Kreis ab!

Ist klar, oder?

Oder einfacher: Mit ein paar Schritten entsteht sowas ähnliches wie ein rotationssymmetrischer Körper 😉


Damit das ganze nicht ganz so massiv ist:

Loch rein:


Mit so einem heißen Draht kann man schon was zaubern…..


Mit einer Schleifspindel aber auch. 😉

Angüsse drauf:

AHA! Das ganze wird ein „Lost Foam“-Gußteil.

Im kleinen Maßstab hab ich das schon mal für andere Teile angewendet, das hier ist aber dann doch ein wenig größer 😉

Ob man das Teil (wofür auch immer es sein mag) so fertigen muss sei mal dahin gestellt. Soll unser Azubi aber auch mal was anderes lernen dacht ich mir…

Hier unser Sandbehältnis:


Ausgefeilteste Prozesstechnik steht parat.


Hier weiche ich von dem normalen Loast Foam Verfahren ab. Normalerweise wird ungebundener Sand verwendet. Das geht aber auch nur wenn man das Schaummodell so sehr einschlichtet das es die kurze Zeit von „Schaum verdampft“ bis „Alu da“ übersteht. In Ermangelung geeigneter Schlichte wird der Sand mit Natronwasserglas gebunden.

Die beiden Hauptakteure stehen parat: Das Wasserglas und Trockeneis.


Das Trockeneis wird in Papier eingewickelt….


…und unten in die Tonne gelegt.

Wasserglas härtet nämlich unter CO2 Begasung aus.

Dann wird das Modell mit Sand/Wasserglas-Mischung eingepackt….


…und festgestampft. Durch die Papiereinhüllung sublimiert das Trockeneis verzögert zu CO2 und steigt dann durch den Sand auf und härtet ihn aus. Genügend Trockeneispakete sollten drin sein.

So der Plan.

ZEITSPRUNG um einen Tag:


Der Sand ist merklich hart, das Trockeneis weg (keine kalten Stellen mehr 😉 ).

Man achte auch hier wieder auf die Prozesstechnik 😉 😉


SCHWATT RUTT

Ca. 20Kg Alu entfachen ein feinstaubarmes Inferno. Polystyrol und flüssiges Alu sind keine Freunde 😉


Kaum ein paar Sekunden später ist der Zauber auch schon wieder vorbei.


Kaum ein paar Stunden später muss die Tonne entleert werden….


…um dieses Formschöne „Etwas“ freizulegen. Nach etwas gekloppe mit dem Hammer und einer Peelingkur in der Strahlkabine siehts so aus:


Nicht so schlecht, aber auch nicht so super. Scheinbar war die Sandfestigkeit noch nicht ausreichend. Das Alu hat sich teils eigene Wege gesucht. Eventuell doch zu wenig Trockeneis?

Verwendenden kann man das Dingensbummens aber.

Einen Versuch haben wir ja auch noch, es werden eh zwei benötigt….. 😉

Von daher:

Stay tuned!

Fette Schluffen…zu fett…

Wie nutzt man Brückentage? Richtig, am besten richtig. 😉

Alex hat beim örtlichen Rundgummiaufzieher die neuen „Giant Puller“ abgeholt:


Was für Walzen….

Die Freude über die neue Optik währte nicht lange:


Die Dinger sind ja auch viel breiter als die Alten…*grml*


Also frisch ans Werk. Die Kotflügel müssen weiter nach innen!


So sieht es schon besser aus… Noch ein wenig provisorisch festgemacht, aber das wird noch… 😉

Mit Spannung hab ich die Antriebswelle inklusive Klauenkupplung ausgebaut. Ein paar Späne sind drin. Das waren mal die Kanten der Kupplung. Die sind nun nämlich rund. 😉

Eine Sache hab ich nicht bedacht: Geht bei voller Fahrt mal der Motor aus oder bricht nur die Leistung zusammen, so drehen die Räder weiter und schieben über die Schrägen die Kupplung auseinander. Das ist murx. Da muss noch mal umkonstruieren.

Die Antriebswelle hatte sich bereits beim Schweißen verzogen und einen leichten Schlag. Also kommt die auch neu. Irgendwie scheint sich die im Betrieb unter hoher Drehzahl durchzubiegen und auf Tuchfühlung mit dem Wellenschutzrohr zu gehen:


Also beim Einbau Fett dran. 😉


Die Kette der Kettenkupplung war wohl mit Fett gefüllt…. war….. 😉

Andere Baustelle. Dieses Feinmechanikerwerkzeug hats nicht überlebt:

Was gröberes muss her:


Aber wofür?
(Achja, kann nicht nur Thor seinen Hammer heben? Wer bin ich?  😉 )


Wer kennt die Achse noch?


Was das werden soll? Da lass ich euch noch ein wenig im Dunkeln! Harharhar…..

Stay tuned!!!

Spulenprogramm abspulen

Neue Zündspulen braucht das Land….ähh…der Schluckspecht.


Ist-Zustand: Unbefriedigend

Nu kommt er ab…der Zündklotz mit seinen 6 Hochleistungs-Störantennen…


Die EMU muss raus…..ein paar zusätzliche Kabel rein…..


Das Anschlusskabel für den alten Zündklotz


Die neuen Spulen haben schon Mal platz genommen. Das die Wahl richtig sein könnte zeigt das Truckpower-Pulling-Team mit ihrem Turbo-Alky-Transmash.

Bei unserem Besuch beim Le Coiffeur Pulling Team (Dazu unten mehr) hatte Frank mich darauf hingewiesen das die Dänen die Spulen auch nutzen.

Mit altbekanntem Werkzeug (Ja, die Crimpzange ist immer noch Gold wert 😉 )…..

…..geht es an die neue Verdrahtung:

So ganz sicher bin ich mir bei den vielen Kabeln nie, daher musste direkt nach der ersten angeschlossenen Spule ein Funktionstest gemacht werden…..


Lääääääuft…….. (Nachdem ich 3 Sicherungen durchgebritzelt habe weil die losen Kabel einen Kurzen verursacht haben…..*grml*…naja, wenns mehr nicht ist 😉 )


Die anderen Spulen sind dann nur noch Fleißarbeit. Die Tage noch ein wenig Kabelbaumtape (Heißt das so? Keine Ahnung!) drum und die Baustelle ist auch durch.

Spannend wird noch das erste Anlassen. Solange die Steuerung im „Cranking“-Modus ist und Kurbel- und Nockenwelle noch nicht synchronisiert sind kann ich die Spulen als Wasted Spark laufen lassen. Sprich die beiden Kolben in OT bekommen einen Funken.

Dreht der Motor dann richtig wird nur der Zylinder der sich im Verdichtungstrakt befindet gezündet. Da hab ich dann eine 50/50 Chance nicht den Zylinder zu erwischen der das zündfähige Gemisch gerade in den Krümmer gedrückt hat….Gehörschutz scheint angebracht 😉 😉


Hier muss ich noch dran. Eventuell wenig klug den Spritdruckregler und den MAP-Sensor über eine Leitung zu versorgen…..


Verrückt ist wie Schwanger sein. Ein bisschen geht nicht. 😉

Um Frank und Anke Bartholome vom Le Coiffeur Pulling Team nach ihrem Crash in Füchtorf unter die Arme zu greifen, habe ich für eine Spende den Motorblock des zerstörten Motors erhalten. Letzte Woche waren meine Frau, mein Töchterchen und meiner Einer in Georgsmarienhütte und haben das Teilchen abgeholt.

„So ganz nebenbei“ haben wir Frank und Anke als sehr nette und aufgeschlossene Persönlichkeiten kennengelernt! Es war echt schön bei euch!

Vielen Dank auch für die vielen Infos und Tipps! (Wenn so erfahrene Puller sprechen muss man die Ohren immer weit aufhaben und alles abspeichern, siehe oben mit den Spulen 😉 )

Aus dem Motorblock soll ein Glastisch werden über dessen Bau wir sicherlich berichten werden. Das kann allerdings noch ein wenig dauern, also nicht ungeduldig sein 😉

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Nachdem das FullPull-Festival abgesagt wurde, werden wir wohl erst wieder Anfang August in Viersen auf der Bahn stehen. Jede Menge Zeit also unsere Hausaufgaben zu machen.

Wir würden gerne eher starten, nur ist die Familie dann doch noch eine Nummer wichtiger….(Nicht mehr ganz 8 Jahre dann kann Töchterchen mitfahren 😉 )

Allen Teams, Helfern und Zuschauern wünschen wir viel Erfolg und vor allem Spaß in Volkmarst!!! Trinkt mal einen für uns mit 😉

Stay tuned!!!

Olio vergine, der zündende Funke und wunderliche Zeiten

Wie versprochen hier eine erste Aufarbeitung von Füchtorf von der technischen Seite aus.

Doch zunächst einmal das Video der 600kg Freie Klasse. (Danke an Mr. Jo für die tollen Aufnahmen!)

Zunächst einmal die Öle aus dem Schlepper holen. Kommen einem da schon Späne oder gröbere Teile (Pleuels, Kolben, Fischgräten, Totenköpfe 😉 ) entgegen ist das der erste Anhaltspunkt für „Da stimmt was nicht!“

Also ab an den Haken:

Ich meine viel hat das Öl nicht getan, nach Methanolanteil sieht es auch nicht aus. Da ich es bei einer Teilmenge des eingefüllten Öls beim Abkochen mit der Temperatur übertrieben habe (kommt schon nahe an die Fischgräten dran), wird dieser Betriebsstoff keinen VR6 mehr sehen.

Eher einen extrem einzylindrigen, zweitaktenden Vielstoffmotor mit 10,3Litern Hubraum. Allerdings weiß ich noch nicht in welchen Tank ich das Zeugs genau einfüllen soll 😉 😉

Warum auch immer hatten wir seit dem letzten Ölwechsel wieder Öldruck vollkommen im grünen Bereich. Wobei man dazu sagen muss das wir den Motor nur „angewärmt“ haben. Die Öltemperatur ging nicht über 65°C.

Schaun wir mal in den Außenplaneten nach:

Da sind ja so ein paar Unbekannte verbaut. Ein ungehärtetes Sonnenrad aus 42CrMoV4 und Reibpaarungen von Stahl auf Alu…..


Wer ganz genau hinsieht wird winzige Metallflakes erkennen.

Schockstarre…

Panik….

Quatsch. Das lassen wir mal unter Festschmierstoff laufen 😉

Wird wohl etwas Abrieb durch das Sonnenrad sein welches axial schwimmend in dem Alugehäuse sitzt. No Problemo….


Die Zahnräder sehen soweit gut aus und im Hohlrad findet sich kein weiterer Abrieb.


Das Tragbild des Sonnenrades könnte schöner fast nicht sein. Gut es war weder viel noch lange Belastung drauf….Die Tendenz sieht aber nicht schlecht aus.

PS: Die umlaufende weiße Linie unter den Zahnfüßen ist kein Riss sondern kommt vom Sprühreiniger.


Die Verzahung der Steckachse sieht aus als käme sie gerade von der Fräse.

Doch eine Sache stimmt dann doch nicht:


Schleifspuren auf der Stirnseite der Steckachse. Maß auf Maß passt halt nicht. Shit, wieder zu genau gearbeitet. Naja, das Problem hat der Bandschleifer in ein paar Sekunden behoben.

Das Diff habe ich jetzt mal nicht auseinander genommen. Zum einen war in dem Öl nichts verdächtiges zu entdecken, zum anderen hatte das Teil im Samurai genug Zeit einzulaufen…

Von der „Ölseite“ also alles tutti! Huiiii….

Gar nicht glücklich bin ich mit der Zündung. Die kotzt mich regelrecht an. Nachdem Japa den Soundcheck einer Fehlzündung beim Anlassen abgenommen hatte, stellte er ganz nüchtern fest das da nur 4 Pötte laufen. Gut, der Motor war mit Lambda 0,8 im Leerlauf auch etwas fett, das sollte eine Zündung aber auf die Reihe bekommen. Was soll erst passieren wenn unter Ladedruck noch fetter gedreht wird….

Teilweise tanzen die Funken außen auf den Steckern hin und her, von der mechanischen Stabilität ganz zu schweigen…..

Schluss mit lustig: Einzelzündspulen müssen her!


WARNUNG: Der geneigte Leser wird natürlich feststellen das das ein „recyceltes“ Bild von vor ein paar Wochen ist 😉

Die kommen Original von Beru und werden von den Dragracejungs mit über 2,5 Bar auf E85 gefahren. Wenn das nichts wird weiß ich es nicht.

Soooooooo………kommen wir zu Hightech……. 😉

Es hat zwar keiner getraut zu fragen ob ich noch alle Tassen im Schrank habe einen Laptop beim Pull mitzunehmen, aber einige Blicke sprachen Bände 😉

Diese Herren bitte ich jetzt genau aufzupassen!

Wie schon geschrieben, hat der Laptop alle(!) Werte des Motorsteuergerätes mitgeschrieben. Ich meine da kommt ein Datenwust sondergleichen bei raus, aber wenn man nur lange genug auf die Graphen starrt, ergibt sich irgendwann ein Bild vom ganzen. 😉

Nehmen wir mal den ersten Pull auseinander:

Gut, ohne Ladedruck losgefahren…ist klar. Da passten aber auch andere Dinge nicht.

Das erste Knallen war „Fehlercode 37“ zwischen den Ohren. Stefan war mal wieder zu vorsichtig:


Was sagt uns das? Richtig, da ist der softe Drehzahlbegrenzer programmiert. Nur so soft ist der gar nicht. Das ist wie folgt zu verstehen. Die Begrenzung fängt bei 7000 1/min langsam an und steigert sich linear bis 7500 1/min die volle Begrenzung wirksam ist. Hier ist das das Aussetzen (Spark cut) bzw. das Spätstellen (Ignition retard) der Zündung.

Obiges Bild sagt uns das wir uns ca. ein Drittel im Drehzahlkontrollbereich befinden, also wird auch ein ca. Drittel von 90% der Zündfunken ausgesetzt.

Das machen was man der Steuerung gesagt hat tut sie schon mal. Nur schlau ist das nicht. Dann doch lieber die Zündung deutlicher auf spät stellen. Wenn man damit die Drehzahl nicht im Zaume halten kann gibt es immer noch den Fuel Cut als Sicherung.

Auch eine Möglichkeit ist es den Begrenzer direkt in das Zündungskennfeld einzubauen. (Das könnte am schlauesten sein 😉 )

Für das nächste Problem müssen wir über Artefakte reden. Und damit meine ich nicht die fahrenden Holzkisten bei Age of Empires. (Das waren noch Zeiten 😉 )

Wikipedia sagt:

„Als Artefakt bezeichnet man in der Messtechnik und anderen Gebieten ein unechtes, durch Eigenschaften der Methode hervorgerufenes Ergebnis.“

Sprich einen Messfehler. Dazu zwei Bilder:


Alle Augen auf die Injektorpulsweite!

Im ersten Bild feuern die Einspritzventile mit 6,00ms, Bruchteile von Sekunden später sind es 11,71ms, also fast die doppelte Spritmenge?!!?!?!

Auffällig auch der MAP-Abfall kurz vorher.

Schauen wir auf den zweiten Pull….

…und die dazugehörige Logsequenz:


Wieder exakt der selbe Mist.

Was habe ich mir den Kopf zermartert was da los sein kann…..

Bis ich mir dann mal die VE (Volumetrische Effizienz oder einfach „Die Sprittabelle“) angesehen habe. Einen Wert von über 223% habe ich bei 6600 1/min bei 400 kPa angegeben. Das sind 3 Bar Ladedruck!!! Das kann einfach nicht sein. Zumal 237kPa angezeigt werden.

Als ich dann noch den Zündwinkel hab anzeigen lassen viel es mir wie Schuppen von den Augen. 4° Vorzündung habe ich in der Zündtabelle auch bei 400kPa angegeben.

Für mich heißt das einfach: Die Steuerung denkt es liegen 400kPa oder mehr an, wenn auch nur sehr kurz. (was natürlich nicht stimmt)

Nur wie kann das Zustande kommen und vor allem warum sieht man es nicht im Log?

Die Ursache für den Messfehler kann vielfältig sein. Entweder schwingt sich Gassäule im Rohr zum MAP-Sensor auf, oder aber ein Störsignal koppelt in die elektrische Leitung ein oder, oder, oder.

Lirum, larum, darum: Wahrscheinlich ist die Abtastrate für den Betrieb der Steuerung deutlich höher als die für den Log. Der Log hat diese extrem kurze Messspitze einfach „übersehen“. Für die Berechnung der Einspritzzeit wird sie aber herangezogen. Weiterhin wird die Einspritzzeit wohl ein wenig „verschliffen“. Deswegen ist diese im Log sichtbar.

Was die Verdopplung der Spritmenge (wenn auch nur für ein oder zwei Umdrehungen) bedeutet sieht und hört man im Video.

Ich höre den Regelungstechniker schon schreien: „Eine Dämpfung muss her, eine Dämpfung muss her“

Ich denke das ich dafür zweigleisig fahren werde: Zum einen den Schlauchdurchmesser zum MAP-Sensor und seine Länge vergrößern und zum anderen bietet die Ecumaster EMU ein ganzes Bündel an digitalen Filtern für den MAP-Sensor (und nur für den) an. Tritt das Problem etwa häufiger auf? 😉 😉

Der dritte Pull hatte neben meiner superduper Drehzahlbegrenzung noch ein weiteres Problem (also zusätzlich zum Fahrer):


Zum Ende fallen alle Werte auf Null ab. Haben wir etwa einen „Wackeligen“ in der Stromversorgung?

Achja, wer findet in diesem Log die MAP-Artefakte? 😉 😉

Alles in allem Probleme die lösbar sind…….

Bleibt festzuhalten das wir mit dem ganzen Digitalisierungskram in wunderlichen Zeiten leben. In diesem Fall hätten wir ohne Laptop wohl ewig und drei Tage nach den Fehlern gesucht…..

Stay tuned!!!

Feddich!

Noch 3 Tage!


Tja, das könnte vorerst der letzte Beitrag vor Füchtorf sein…..
… ganz einfach weil der Schluckspecht fertig ist. 😉

Da ich immer zu gefragt werde wann wir wo fahren:

Wir fahren am Samstag den 28.04.2018 aller Voraussicht nach zwischen 12 und 14 Uhr in Füchtorf.

Alle Informationen inklusive Anfahrt bekommt Ihr durchs Klicken auf das Plakat.
Schlechtes Wetter oder Probleme bei der technischen Abnahme können die Sache natürlich vereiteln, wenn auch unwahrscheinlich 😉

Die letzten Tage bin ich das Regelwerk mehrfach Punkt für Punkt durchgegangen und hab keine Stelle gefunden über den wir stolpern könnten.

Es würde mich freuen wenn Ihr mal bei uns vorbei kommen würdet. Wenn ihr was wissen wollt: Fragen!!

Es gibt nur ein paar sehr dumme Fragen die ihr mir bitte nicht stellen solltet:

  1. Wofür ist das ganze gut?
  2. Kann man damit Feldarbeit machen?
  3. Ist das ein Hybrid?

Ein paar Dinge sind aber noch passiert:


Nachdem große Zweifel bestanden ob und vor allem wie wir den Trecker ins Transportvehiculum bekommen, musste das getestet werden. Wie so oft sind die Baustellen über die man sich die meisten Sorgen macht am harmlosesten. Man bekommt den Schlepper bequem mit 2 Personen verladen und er passt.


Noch einen Holzkeil dabei hauen und schon ist die Ladungssicherung fertig 😉

Ich kann Alex seine Gedanken sichtbar machen: „Wie bekommen wir hier noch Betten rein?“ 😉


Luxusprobleme! Nach dem Wiegen und wüsten Rechnungen bin ich mir recht sicher das die Hinterachse noch Gewicht vertragen kann. Also schnell ein wenig Baueisen an die Steigbegrenzer geheftet.


Suchbild: Wo ist der Laptop? Richtig in einer eigens angefertigten Halterung. Das USB-Kabel versorgt den Laptop mit allen(!) Daten der Motorsteuerung. Damit kann man nach dem ersten Pull direkt nachjustieren. (Sofern noch alles heile ist 😉 )

Und selbst wenn alles auseinandergeflogen ist kann man dem Moderator sofort sagen was schief gelaufen ist 😉 😉


Unser Haus und Hofelektriker konnte sich das hier….


…einfach nicht mit ansehen. Mein Argument das sich die Verkabelung mit steigendem Strom immer weiter verschweißt wollte er nicht gelten lassen…..tztztzt….


Zugegeben, so fängt es an besser auszusehen…


Sprit…. Wortherkunft übrigens Spiritus und damit ist Methanol deutlich näher an Sprit dran als Benzin. So, wissen für Klugscheißer fertig.

Jetzt noch jede Menge Checklisten abarbeiten und dann kanns losgehen.

Wir sehen uns in Füchtorf!

Stay tuned!

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