Kategorie: Kacke am Stock

Planetengulasch zum Jahresende

Sodale….der definitiv letzte Beitrag für dieses Jahr….

Nach soviel Besinnlichkeit, Fressen und Saufen muss mal was produktives gemacht werden:


Die Listen (Jaja, Kontrollfreak 😉 ) und Zeichnungen liegen bereit.


Das Christkind Uwe hat uns eine Magnetfolie für unseren Transporter da gelassen. Danke dafür!


Und der Specht hat seine Parkposition auch erreicht und die Anschnallzeichen sind auch erloschen.


Die Beschriftung muss leider weichen…


… damit Alex den Kotflügel richten und verstärken kann.


Alles noch mal verschweißen, hier und da ein wenig drauf modellieren. Der Specht soll sich ja vom hässlichen Vogel in einen schönen Schwan verwandeln. Ein richtig bitterböser Schwanizeraptor…*harharhar*


Derweil wird an den Serienanlasser ein Planetengetriebe angeflanscht. Ich habe bitterböse Anrufe von Alex seinem Rückendoktor bekommen…daher muss das alles leichter….. 😉

Jetzt bitte bereit machen, es wird gleich dämlich…..


Noch glänzt das Teil im dezemberlichen Sonnenschein….

Es kam mir eh schon komisch vor…alles lief wie geschnitten Brot, alles funktionierte und passte einfach zu gut.


Fertig zum Testen.

Testen deshalb, weil Stefan die Übersetzung von Ritzel auf Zahnkranz beim Serienmotor einfach mal auf 1:25 geschätzt, ein entsprechendes Getriebe besorgt hat und damit total daneben lag. Original ist nämlich 1:13.
Der Anlasser drehte…sagen wir mal…gemächlich. Ob das reicht?

Das war jetzt noch nicht die dämliche Stelle, die kommt noch 😉


Hier noch mal der Vergleich. Vorne handlich und leicht, hinten…..NAJA…zumindest kraftvoll.

Also Strom auf den Specht, Leerlauf rein und Starter vor. Etwas Sprühreiniger in den Turbo und los.

Geil…geht super… Mit einer Hand zu halten, dreht den Motor sauber durch und nach ein paar Umdrehungen war er an….. *huiii*

Gleich noch mal testen….Geht ja echt! SUPER!!!!

Und noch einmal……Ein lautes Krachen im Planetengetriebe! SUPER….Scheiße!!!

So hört sich das also an wenn mehrere Stunden Arbeit im Arsch sind…Cool!

Und so sieht es aus:


Tja, was war passiert?


Die Passfeder und die 16er Welle hat es total zergnoddert….


Die Zahnräder auch…. *grml*

Wie komm ich auch auf die Idee so ein Pisselgetriebe zu verwenden? Was ist los? Über die Feiertage dumm geworden? Ahhhhh….

Rumms Bumms:


Als hätte ich es geahnt: Fettes Getriebe in 1:15


Der Test steht noch aus. Der Tag war einfach zu kurz. 😉


Während ich nichts besseres zu tuen hatte als Getriebe zu frittieren, hat Alex eine Führung für den Gurt gebaut. Damit sollte der nicht überall in der Gegend rumfliegen und auch nicht mehr so leicht von den Schultern rutschen!

Eine Sache musste 2018 aber noch geklärt werden:

Wie sieht es in den Aussenplaneten aus?

Und da kann man nur sagen: Super geil! Kein unnormaler Verschleiß trotz ungehärtetem Sonnenrad. Tja, kann ich doch Planetengetriebe 😉 😉

Mit diesem Knüller wünscht das Team Schluckspecht einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Und nicht vergessen: Nur zugelassenes Feuerwerk ist gutes Feuerwerk!!!!

Stay tuned!!!!!

Arbeiten mit Köpfchen!

Der Winter naht…es beginnt die besinnliche Zeit…..genau richtig um den Motor zusammen zu bauen. 😉

So beginnt es nun.

Die letzten Tage reiften die Bedenken über den Zwickelverschleiß im Zylinder zu echten Sorgen. Mal angenommen der Motor hätte nie die Sporen bekommen und die neuen Pleuel sind auch nur minimalst länger als die alten. Wenn wir den dann wirklich bis Ultimo drehen lassen und die Kolbenringe nur ein paar Zehntel höher kommen als im ersten Leben des Motors—-> Alles Schrott!

Also: Geradeschleifer


Feine Schmirgelrolle drauf…

…und vorsichtig die Kante weggeschliffen. Aber wirklich nur die Kante.

Da können die Kolbenringe im falle des Falles ganz geschmeidig drüber gleiten.

Damit ist die Bearbeitung des Blocks abgeschlossen. Es geht an den Zusammenbau!


Alles reinigen……


….reinigen, reinigen…..


…damit die Hauptlager schön Platz nehmen können.


ARP Stehbolzen. Arschteuer aber millionenfach bewährt.

„Die Kurbelwelle…..sie alles zu knechten…“ oder so…..

Schön! Anlaufscheiben nicht vergessen 😉

Damit wird es zum ersten mal an diesem Tag total dämlich. Kontrollfreak Stefan hat an alles gedacht, natürlich nicht daran das Spezialschrauben auch Spezialwerkzeug brauchen…..*grml*
Also erstmal nur handfest anziehen damit wir weiter machen können.


Alex ärgert sich mit den Clips der Kolbenbolzen rum. Die Dinger sind echt shice rein zu fummeln…

In zahlreichen Internetforen (die Wissensquelle *roflzeraptor* schlechthin) wird immer wieder geschrieben das einige Stahlpleuel nicht durch die 81mm Kolbenbohrung passen.

Also testen….

Shit, passt nicht….

Die Erleichterung stellte sich dann doch sehr schnell ein. Das montierte Pleuel passt nicht. Ohne den Pleuellagerdeckel geht es. Puuhhhhhh 😉


Also fleißig weiter montieren.


Die Bohrungen werden nochmal -richtig- gereinigt.


Und schwups ist der erste Kolben drin. Ganz einfach……DENKSTE!

Die Kolbenringe werden mit dem  Spannband zusammen gezogen und der Kolben dann mit leichten Schlägen  in den Zylinder getrieben.


Zack. Der Ölabstreifring ist im Arsch! Kacke am Stock!

Nachdem der Ärger verraucht war weiter zum nächsten Kolben:

Zack. Der zweite Ölabstreifring im Arsch! Kacke am Stock ins Quadrat gesetzt.

Jaja, ein Kolbenspannband funktioniert nicht bei schrägen Zylinderbohrungen….Jaja…..


Also werden die Mistdinger von Hand eingesetzt.


Stückchen für Stückchen eintreiben. Immer wieder die Kolbenringe mit der Hand eindrücken und es geht.


Fertig! Zumindest bis auf die beiden kaputten Kolben.

Sieht gut aus, oder? Naaaaa…..wer sieht es?

Alle Kolben sind verkehrt herum eingebaut!

Kacke am Stock!

Ich hasse es! Alles wieder raus und von vorne! Scheiße!


So gesehen hab ich diesen Tag 8 Kolben eingebaut und zwei Zylinder sind immer noch leer. Das musste bei einem 6 Zylinder erstmal schaffen……. 😉

Themenwechesel:

Kopfmontage


Alle Ventile rein.


Ordentliche, neue Federn rein…..


..und der Chinafederspanner ist auch wieder am Start. 😉


Nachteil der Tassenstößel: Es geht echt fummelig zu beim Einbau der Ventilkeile. Mit etwas fluchen geht aber auch das. 😉


Nur wie jetzt das Ventilspiel festlegen? Zur Erinnerung: Die Hydros fliegen raus, nix automatischer Ventilspielausgleich.

Denk, denk denk, grübel, grübel, grübel…


Wenn nach soviel Denkerei sowas bei rum kommt, dann ist es nicht einfach ein Stücksken Stahl mit Draht dran, sondern ein Hyperventilspieleinstellwerkzeug.


Die Funktion ist so einfach wie genial…..also eigentlich nur einfach. 😉

Das Stücksken Stahl ist etwas kürzer als die Distanz von Ventil zu Nockengrundkreis. Mit Fühlerlehrenband (vulg. Pfuschband) kann man jetzt genau den Abstand herausfinden. Manchmal schäme ich mich dafür das ich für solche Lösungen echt lange nachdenken muss. 😉 😉

Damit ist dann auch der Höhepunkt im Spannungsbogen dieses Beitrages erreicht.


Der zerdepperte Ölnebelabscheider mit Cyanacrylatkleber gefügt. (Mit Sekundenkleber zusammen gebappt 😉 😉 )


Alublech anreißen und ausschnippeln.


Geiles Duplikat! Aufwändige Strömungssimulationen ergaben genau dieses Design….

Oder stand ne Schukosteckdose Pate? Wer weiß?

Achja, man kann auch Polyamid sandstrahlen.


Und schon eingeklebt.

Zeitsprung.


Eine neue Dichtung muss rein.


Und schon ist der Ventildeckel wieder einbaufertig.

Zum Ausklingen des Beitrags:


Ölwanne in RAL9005.

Stay tuned!!!

Kacke am Stock….

…..ist auch ne Blume.

Der interessierte Leser ahnt schon was kommt. 😉

Die Pumpe ist gequirlter Mist.

Ein Haufen Arbeit, Altmetall und ein Manometer das man nochmal verwenden kann.
„Ein Experte ist jemand der nachher genau sagen kann was schiefgelaufen ist!“

Einer Eigenschaft von PTFE hätte ich etwas mehr Bedeutung zumessen sollen. Es ist unter Spannung kaltfließend. So ähnlich wie superzähes Material.
Die Tefloneinsätze wandern wohin sie wollen. Vor ein paar Tagen noch mit dem Hammer eingepresst, kann man sie jetzt mit der Hand heraus nehmen. Die Spaltmaße ändern sich lustig in alle Richtungen. *würgbrechkotz*

Um es kurz zu machen: Mit Wasser baut die Pumpe gegen eine abgesperrte Leitung bei 1500 1/min genau 4 Bar auf—> Schrott.

Zum Glück habe ich ein Angebot von einem bekannten deutschen Superstock-Team bekommen die noch ausgemusterte Hilborn-Pumpen bei sich liegen haben. Danke schon mal vorab dafür!!!

Was soll ich mir meine Nerven mit so einem Zeugs ruinieren wenn es was gibt was funktioniert und kein Stress mehr macht….

Zu was anderem: Ein Anlasser muss her!!

Eigentlich wollte ich heute „nur mal gucken“ wie man das Planetengetriebe an den LKW-Starter bauen kann. Nach wenigen Minuten sah es dann so aus:


Das passiert wenn man mit Werkzeug „guckt“. 😉
Erfreulicherweise entstanden sofort Bilder im Kopf. Ganz ohne CAD…..

Das führte dann dazu:

So fügte sich eins zum anderen. Es passte einfach zu gut zusammen.

Kaum 4 Stunden später lag ein echt ansehnlicher Starter auf dem Werkstattwagen.. 😉 (Jaja, „mal gucken“)


Jetzt kommt der Moment wo wir uns über eine Gleichstromreihenschlussmaschine unterhalten müssen.
Wer so ganz grob umrissen hat wie so ein Motor funktioniert weiß genau was kommt: Man kann das Mistdingen nicht umpolen!!! Wie rum der Starter läuft muss ich sicher nicht sagen…..

Kacke am Stock!!!!!!!!!!!

 

Es bleiben jetzt 4 Optionen:

  1. Den ganzen Scheiß an die Wand schmeißen
  2. Die Drehrichtung des VR6 ändern 😉
  3. Die Statorwicklung drehen
  4. eine Stirnradstufe an den Anlasser setzen (ist ja auch noch nicht schwer genug)

Achja, ich habe schon öfter Anlasser zweckentfremdet. Das waren bis jetzt ausnahmslos alles brave, normale Gleichstrommotoren die sich einfach umpolen ließen. *würgbrechkotz*
Morgen mal mit einem befreundetem Motorwickler sprechen (der mich sicher erstmal auslachen wird 😉   )

Aber es gibt auch was erfreuliches:


Mit dem Kupplungsgedöns komme ich gut voran…Huiiii 😉

Stay tuned

 

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