Autor: Dj Nafets Seite 30 von 31

Achse in Bits und Bytes

Ein „richtiges“ Getriebe sparen wir uns beim Schluckspecht. Es macht in meinen Augen einfach keinen Sinn die Kraft, genauer das Drehmoment, direkt am Motor zu erzeugen und dann mit den notwendigen dicken Wellen über die lange Distanz nach hinten zu bringen. So findet die letzte Untersetzung (4:1) erst direkt in den Radnaben statt. Macht die Achse natürlich nicht einfacher, hat sich aber bei „den großen“ Tractorpullern und auch bei den Compactdieseln bewährt.


Damit wäre -zumindest im CAD- wieder eine große Baustelle abgehakt.

Nu geht’sbald schon mit dem Rahmen los…. 😉

PS: Wer findet raus warum ich die Innenverzahnung des Sonnenrades nicht programmiert habe? 😉

Stay tuned!

Teil um Teil, Zahn um Zahn

Weiter geht’s mit der nächsten größeren Baustelle.

Der Achse

In der Achsbaugruppe spielt die Musik. Und zwar richtig. Die Motordrehzahl von vorne wird im Differential untersetzt, umgelenkt und nach außen verteilt. Dann geht es in die Außenplanetengetriebe wo nochmal untersetzt wird. Ab da wird’s dann wieder einfach: Felge–>Reifen–>Boden 😉

Wenn Schaden an einem Schlepper entsteht dann entweder am Motor oder der Kraftübertragung. Also—> vernünftig machen 😉

CAD-Daten sind nicht alles, aber ohne CAD-Daten ist alles nichts.

Die eingescante Achse vom Suzuki Samurai wurde analog zum Motor in ein Volumenmodell umgesetzt mit dem man arbeiten kann.


Das Sonnenrad einer ZF APL 1351 Achse.

So glücklich die Fügung war zwei Planetengetriebe aus oben genannter Achse zu bekommen, so unglücklich ist das nur ein Sonnenrad vorhanden war. Was tun?

Erstmal herausfinden was da für ne Verzahnung außen wie innen drauf sitzt. Innen war recht schnell gefunden. (DIN 5480) Aber außen? Irgendwas evolventiges wird es wohl sein. Nach ewigem hin und her bin ich zu dem Schluss gekommen das es wohl zwischen Modul 2 und Modul 2,5 sein muss. Richtig passen tut da aber auch nichts. Ich habe die starke Vermutung das die mit einer Profilverschiebung arbeiten um den Zahnfuß stabiler zu bekommen. *grml*

Sei´s drum, vernünftig fertigen (mit Modulfräser) kann ich so ein Rad mit verschobenen Profilen eh nicht. Es wird wohl auf einen Formfräser oder ein 3D Fräsprogramm hinauslaufen.

Aber wie die genaue(!) Zahnform abgreifen? Mit Trick 17!

Man nehme präzise geschliffene Auswerferstifte in feiner Durchmesserabstufung, lege diese in gegenüber liegende Zahnlücken und messe über alles. (nur bei gerader Zähnezahl möglich, Glück gehabt 😉 )


Tadaaa!

Eine tangential an den Kreisen verlaufende Kurve sollte genau die Zahnform ergeben. Es wird aber noch besser:

Die Zahnform kann sehr, sehr genau durch Kreisbögen angenähert werden. Verrückt!


Ein rekonstruiertes Sonnenrad. Die Innenverzahnung brauche nicht. Aber dazu später mehr….


Die größte Abweichung von den Kreisen beträgt unter 0,01mm!!! Wie das geht weiß ich auch nicht, ist aber so.

Weils so schön ist mal das Hohlrad. Es würde mich wundern wenn ich das kaputt kriege. Zum Glück muss ich da die Zähne nicht nachprogramieren.

Neben dem Computerwahnsinn geht es aber auch ganz praktisch weiter:


Die Form für den Sandkern der Ansaugbrücke auf der Fräse.

Stay tuned!

Vorwärts immer, Rückwärts manchmal

Nach etwas längerer Pause mal ein Update. Es hat einfach länger gedauert sich was Vorzeigbares aus dem grauen Muskel zu drücken. (Wenn man sich beim Anlasser und der Spritpumpe schon nicht mit Ruhm bekleckert hat. 😉 )


Sieht unspektakulär aus, hat es aber im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Die Kupplung bzw. der Reverser sind wohl das Komplizierteste am ganzen Schlepper.


Neutral


Rückwärts


Vorwärts

Das Teil sollte die unterschiedlichsten Vorgaben erfüllen:

  • funktionieren 😉
  • regelkonform sein
  • mit den verfügbaren Mitteln zu fertigen sein
  • wartungsfreundlich sein

Als wesentliche Aufgabe muss der Motor mechanisch getrennt werden können. Ganz einfach damit der Schlepper nicht auf einmal bei laufendem Motor einkuppelt und davonrast. Logisch.

Ebenso wesentlich ist das mechanische Verbinden des Motors mit dem Getriebe und den Rädern. Irgendwie muss der Bumms -der ja hoffentlich vorhanden ist 😉 – von vorne nach hinten zu den Pellen gebracht werden. Auch logisch.

Ein „nice to have“ (Vorsicht, Anglizismen) ist ein Rückwärtsgang. Seien wir doch mal ehrlich, ein Trecker mit mehreren hundert PS der per Hand vor den Bremswagen geschoben werden muss???

Dumm nur das eine optionale Funktion das Teil um ein vielfaches komplizierter werden lässt, also um ein vielvielfaches. 😉
Devise: „Wenn etwas fehlerfrei funktioniert hat es nicht genug Funktionen“

Schlau nur das man den ganzen Reversermist ganz einfach rausschmeißen kann wenn er nicht funktioniert. Dann kann man halt nur Kuppeln und für den Rest muss man auf die gute alte Handarbeit zurückgreifen……….
…….um den Schlepper vor den Bremswagen zu bekommen….ist klar. 😉

Zum Vorwärtsfahren wird über eine robuste Klauenkupplung verbunden. Der Rückwärtsgang ist da deutlich filigraner. Das Hohlrad wird nach hinten über die Räder eines Planetengetriebes gezogen……


…das da so aussieht. Die Zahnflanken müssen natürlich noch angespitzt werden. Das setze ich natürlich nicht im CAD um, sondern -richtig- in Handarbeit. 😉

Jetzt wo ich es nochmal so sehe freue ich mich schon das Vielzahnprofil in vergüteten 42CrMoV4 zu fräsen. 🙁


Das sieht doch bald aus wie ein richtiger Antrieb. Kommen noch so Kleinigkeiten wie die Spritpumpenhalterung, Spritpumpenantrieb und Ölabgriff dann ist die Motorbaugruppe soweit durch. Dann kann es mit der Achse und der Antriebswelle losgehen.

Stay tuned!

Kacke am Stock….

…..ist auch ne Blume.

Der interessierte Leser ahnt schon was kommt. 😉

Die Pumpe ist gequirlter Mist.

Ein Haufen Arbeit, Altmetall und ein Manometer das man nochmal verwenden kann.
„Ein Experte ist jemand der nachher genau sagen kann was schiefgelaufen ist!“

Einer Eigenschaft von PTFE hätte ich etwas mehr Bedeutung zumessen sollen. Es ist unter Spannung kaltfließend. So ähnlich wie superzähes Material.
Die Tefloneinsätze wandern wohin sie wollen. Vor ein paar Tagen noch mit dem Hammer eingepresst, kann man sie jetzt mit der Hand heraus nehmen. Die Spaltmaße ändern sich lustig in alle Richtungen. *würgbrechkotz*

Um es kurz zu machen: Mit Wasser baut die Pumpe gegen eine abgesperrte Leitung bei 1500 1/min genau 4 Bar auf—> Schrott.

Zum Glück habe ich ein Angebot von einem bekannten deutschen Superstock-Team bekommen die noch ausgemusterte Hilborn-Pumpen bei sich liegen haben. Danke schon mal vorab dafür!!!

Was soll ich mir meine Nerven mit so einem Zeugs ruinieren wenn es was gibt was funktioniert und kein Stress mehr macht….

Zu was anderem: Ein Anlasser muss her!!

Eigentlich wollte ich heute „nur mal gucken“ wie man das Planetengetriebe an den LKW-Starter bauen kann. Nach wenigen Minuten sah es dann so aus:


Das passiert wenn man mit Werkzeug „guckt“. 😉
Erfreulicherweise entstanden sofort Bilder im Kopf. Ganz ohne CAD…..

Das führte dann dazu:

So fügte sich eins zum anderen. Es passte einfach zu gut zusammen.

Kaum 4 Stunden später lag ein echt ansehnlicher Starter auf dem Werkstattwagen.. 😉 (Jaja, „mal gucken“)


Jetzt kommt der Moment wo wir uns über eine Gleichstromreihenschlussmaschine unterhalten müssen.
Wer so ganz grob umrissen hat wie so ein Motor funktioniert weiß genau was kommt: Man kann das Mistdingen nicht umpolen!!! Wie rum der Starter läuft muss ich sicher nicht sagen…..

Kacke am Stock!!!!!!!!!!!

 

Es bleiben jetzt 4 Optionen:

  1. Den ganzen Scheiß an die Wand schmeißen
  2. Die Drehrichtung des VR6 ändern 😉
  3. Die Statorwicklung drehen
  4. eine Stirnradstufe an den Anlasser setzen (ist ja auch noch nicht schwer genug)

Achja, ich habe schon öfter Anlasser zweckentfremdet. Das waren bis jetzt ausnahmslos alles brave, normale Gleichstrommotoren die sich einfach umpolen ließen. *würgbrechkotz*
Morgen mal mit einem befreundetem Motorwickler sprechen (der mich sicher erstmal auslachen wird 😉   )

Aber es gibt auch was erfreuliches:


Mit dem Kupplungsgedöns komme ich gut voran…Huiiii 😉

Stay tuned

 

Performance-Pumpe

Konstruieren kann man viel, irgendwann muss es auch mal gebaut werden. Die Komponenten mit „Unsicherheitsfaktor“ ob der Funktion und Zuverlässigkeit stehen dabei ganz oben auf der Liste.

Ob ich mich mit der Einfachheit der Spritpumpe vergaloppiert habe?
Am besten testen!


Aus dem Haufen Zeugs soll mal eine Pumpe werden.


Tefloneinsatz fräsen….

…in den Aluklotz einpressen und Bündig fräsen….

… und ratzefatze ist das erste Teil fertig.


Gegenstück. Läuft echt gut und ziemlich leicht.

Es ist spät, ich bin müde aber die wichtigen Teile sind fertig. Noch ein paar Löcher bohren, Gewinde schneiden und fertig ist der Sammon….

Wofür die Riemenräder sind? Dazu in Kürze mehr auf diesem Kanal. 😉
(an den Trecker kommen sie nicht, soviel sei verraten, es bleibt spannend)

Stay tuned!

Sprit bitte!

Kraft kommt von Kraftstoff. Viel Kraft braucht also auch viel Kraftstoff.
So simpel, so ergreifend.

Freiwillig zwängt der sich in der benötigten Menge sicher nicht durch die Einspritzventile. 😉

Eine Pumpe muss her. Klar kann man nach Amerika rüberfunken und für ein paar hundert Dollars hält man eine adäquate, methanoltaugliche Pumpe mit dem nötigen Druck und Durchfluss in Händen…aber neeee…. selberbauen…Jaaaa!!

Eine Zahnradpumpe mit den Komponenten einer Hydraulikpumpe soll es werden.

Jetzt hat Methanol die „tolle“ Eigenschaft mal so gar nicht zu schmieren. Reibung ohne Schmierung—> Schrott.

Die Lagerung der Spender-Hydraulikpumpe erfolgt in Trockengleitlagern aus PTFE. Warum also nicht die ganze Pumpe, oder zumindest die reibungsbehafteten Teile aus dem krassen Zeugs machen?

Voilà (französisch für Tadaaa):

In das Aluminiumgehäuse sind die Tefloneinsätze eingepresst und da wiederum laufen die Zahnräder. Der Antrieb erfolgt querkraftfrei über eine separat gelagerte Welle. Weil einfach einfach einfach ist…..

Ich bin guter Dinge das der doch recht weiche Kunststoff die moderaten Drücke (wir reden über maximal 5 Bar) wegstecken wird. Sollten sich die Räder dann doch mal einlaufen, habe ich „etwas“ Reserve bezüglich der Fördermenge. Die Pumpe macht 5,5cm³/U. Der Benzindruckregler tut mir jetzt schon leid 😉

Sollte das nicht klappen wird die Kategorie „Aus der Werkstatt“ um „Kacke am Stock“ erweitert… 😉


Da ich mir selber nicht weiter traue als ich werfen kann, musste flugs noch das Lochbild der Krümmer überprüft werden……es hat gepasst.


Für den Abgaskrümmer wird eine Lehre gebaut. Mir ist dann doch nicht so ganz wohl bei dem Gedanken am Motor rum zu flexen.


Dieses niedliche Anlasserchen (24V aus dem LKW) soll den VR6 an der Kurbelwelle andrehen. Mit dem 10:1 Getriebe solle das wohl machbar sein.


Turboladerkreuz nach DTTO-Reglement


Gußteil und Gußteil in Form…

Wie war das nochmal: Hobby ist mit größtmöglichem Aufwand den geringstmöglichen Nutzen zu erzielen?!?!

Stay tuned!

Es ist nichts so schlecht….

… als das es nicht irgendwo für gut ist!

Sagte mir mal ein Schrotthändler. Und recht hat er! Wenn in Berghausen schon das Pulling ausfällt, so komme ich wenigstens am Schluckspecht weiter. 😉

Der Ansaugkrümmer ist virtuell schon fertig.

Alles ist schon verbaut. IAT-Sensor, Einspritzventile und Einspritzleiste. Die Spritleiste wird aus dem Vollen zerspant. Der Krümmer ist ein Kokillengussteil mit Sandkern. Der vordere Rohrbogen wird nachträglich angeschweißt.


Cool, die Krümmer halten auch ohne das sie angeschraubt sind…Irre…

Jetzt geht’s erstmal an die ersten Zeichnungen und die Gussform für den Krümmer.

Stay tuned

 

 

Virtueller Krümmer

Da man jetzt auch mal was erkennen kann, hier zwei Bilderchen aus dem CAD:



So in etwa wird der Turbo angebaut. Der Krümmer ist vollkommen unspektakulär….. keine Stoßaufladung, keine Strömungssimulation, kein NIX.

Hinten sitzt ein 38mm Wastegate, jeder Abgaskanal bekommt ein Thermoelement und vorne bläst der GT4088 zum Marsch. 😉

Vor dem Motor hat schon mal die Drosselklappe Platz genommen.

Als nächstes steht der Ansaugkrümmer und der Auspuff (krasses Endrohr, ist klar nee 😉 auf dem Plan. Damit wäre dann die Baustelle „Zuführung und Entsorgung“ des Arbeitsmediums durch.

Stay tuned

Zweimal messen, einmal schneiden….

Heute musste der VR6 nochmal vom Ständer runter……


Das wohl wichtigste Maß am Motor wollte ich dann doch genauer nachmessen und kontrollieren. Die beiden grünen Passhülsen legen die Position des Kupplungsschutzes, damit die Position der Kupplung und damit wiederum die Fluchtung der Kurbelwelle zur Kupplungswelle fest. Das will man einfach nicht vergurksen.

Also alles ausgemessen und dann mal schnell in Holz reingefräst. Der Profi erkennt das ich mehrere, wenn auch kleine Anpassungen vornehmen musste. 😉 Jetzt passen die Maße auf EPZ (Ein paar Zehntel – Standartmaßeinheit 😉 )


Die Gewindepositionen sind nicht ganz so kritisch. Mit „sinnreichen“ Skizzen bekommt man das auch auf EPZ (s.o.) genau hin.


Die Ansaugbrücke war zum Glück noch am Motor, die Flanschmaße müssen nämlich auch genau passen. Der neue Ansaugkrümmer soll gegossen werden, da hab ich auch keine Lust auf diverse „Hopplas“.

Stay tuned

We are 6

Tja, was sich im Moment tut ist für den Außenstehenden so ziemlich langweilig…Gähn und Schnarch…..

Stupide CAD Arbeit, nichts kreatives, nichts schöpferisches und in den Händen halten kann man auch nichts…. Naja, dafür ist der weitere Aufbau dann von mehr Freude geprägt. 😉


Hier mal der gescannte Motor. Mit etwas mehr Mühe hätten die Details noch besser heraus gearbeitet werden können….wir wollen aber auch nicht übertreiben.


In stundenlanger Fleißarbeit werden die wichtigen Maße und Anschlusspunkte heraus gearbeitet. Sprich alles wo später andere Komponenten angeschraubt werden müssen. Daher sieht das Volumenmodell (hier rot) später ziemlich rudimentär aus, aber das macht nichts, wichtig ist das es passt. Kollisionen erkenne ich auch mit dem hinterlegten STL.

Stay tuned…..

Seite 30 von 31

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén